Freitag, 26. Februar 2016

Die Saison ruft! - Was mitnehmen?

Jetzt ist die ideale Zeit, sich schon mal um das Reisegepäck für die nächste Reise zu kümmern. Habe ich alles dafür da? Zelt, Schlafsack, Luftmatratze, Kocher, Geschirr, Taschen? Was brauche ich? Wo lass ich das alles?
Dafür hat ja jeder und jede die eigenen Lösungen, der eine braucht dies unbedingt im Gepäck, die andere kann auf das und jenes super verzichten. 
Wie habe ich es denn im letzten Jahr gemacht? Aus was setzt sich mein Reisegepäck zusammen? Wollen wir doch mal schauen.
Zunächst ist da mal die rote Rolle. Das ist eine 49 l Ortliebrolle. Wieso rot? Ich habe eine gelbe Jacke, da hätte eine gelbe nicht gepasst, blau auch nicht und schwarz, grau oder weiß wollte ich nicht. Also blieb so ziemlich nur noch rot übrig. Außerdem erhoffe ich mir von der roten Rolle eine gewisse positve optische Wirkung auf die Leute, die hinter mir fahren. Dann, auf der Rolle das Zelt, das Groundsheet und die Regenkombi. Und hinten dran noch das kleine Stativ und an der rechten Seite der Becher.
Vorne am Motorrad der Tankrucksack.
In der Ortliebrolle befindet sich der Schlafsack, daneben, zur Seitenwand hin, die Küche. Im Schlafsack habe ich in einer Plastiktüte die Gaskartusche gelagert. Vor dem Schlafsack die Therm-a-Rest Matte, da drauf die Schuhe, dann daneben die beiden kleinen Ortliebbeutel mit den Klamotten drin, und dann, zwischen Schlafsack und den Ortliebbeuteln, die Waschsachen, Medikamente, Ladegeräte und so weiter. Ganz unten, unter allem anderen, der kleine schwarze Rucksack und ganz oben drauf, als krönender Abschluss, das iPad und die Jeansjacke. Die ganzen Hohlräume habe ich mit Taschentücherpäckchen und mit Filmdosen aufgefüllt.
Im Tankrucksack finden sich die Wasserflasche, die Kamera mit Zubehör (Reservefilm, Optiktuch, Gelbfilter), ein Multitool, die Taschenlampen mit Zubehör, die Landkarten, die Brillen (Lesebrille und normale Brille als Ersatz),  Sonnencreme und Kettenspray, sowie mein kleines Buch, in das ich die Erlebnisse schreibe. 
Geld, Fahrzeugschein und Plastikkarten wie Führerschein, Ausweis, EC - Karte, Kreditkarte, ADAC - Ausweis, Krankenkassenkärtchen, habe ich in einer Gürteltasche dabei.


Im letzten März bin ich zu einem Campingausstatter in der Nähe gefahren und habe mir Zelte zeigen lassen. Der nette Verkäufer hat dann zwei Zelte, die er anhand meiner Schilderungen für brauchbar hielt, herausgeholt und mit mir zusammen aufgebaut. Denn was sollte ich mit einem Zelt, das ich gar nicht alleine aufbauen könnte? Wir haben je ein Kuppelzelt und ein Tunnelzelt ausgesucht und aufgebaut. Entschieden habe ich mich letztlich gegen das Tunnelzelt, weil ich darin Beklemmung bekommen habe. 
Ich habe mir ein "Vaude Campo Grande 3- 4 P" zugelegt. Da passe ich von der Körpergröße gut rein, es ist innen geräumig, ohne vom Packmaß her zu sehr aufzutragen und ich kann zumindest gebückt darin stehen. Das ist wichtig, um die Motorradhose an, oder ausgezogen zu bekommen.
Ich habe das Zelt an einem Wochenende dann zu Hause in der Wohnstube - alles beiseite geräumt - zur Probe aufgebaut und habe zwei Nächte darin genächtigt. 
Das muss jetzt nicht jeder in seiner Stube nachmachen. Für mich war aber wichtig, daß ich darin auch wirklich schlafen kann. Und nicht irgendwann die Panik bekomme. Aber das ging gut und so konnte ich dann das Experiment "Reise" wagen.
Als Luftmatratze habe ich eine Therm-a-Rest Matte Prolite + . Ich habe im Geschäft mehrere ausprobieren dürfen, auf verschiedenen Untergründen, im Laden ist eine Art "Teststrecke" aufgebaut, mit Steinen und dergleichen. Die Matte, die ich gewählt habe, bot den besten Liegekomfort bei kleinstem Packmaß. Und sie war auch für meine Körpergröße vorrätig. Als Schlafsack habe ich einen Salewa Spirit 3D Flex -9 XL gewählt. 
Im Zelt. Hinter mir steht die rote Rolle, neben meiner Jacke ist das Zelt schon zu Ende. Die drei bis vier Personen, die versprochen werden, kann man, so man an Gepäck hat, locker übereinanderstapeln.
Der hat eine Kunstfaser - Füllung und einen Komfortbereich bis - 4 Grad. Bei Frauen wohlgemerkt. Weil, wir Mädels frieren bekanntlich eher als die Jungs. Die halten es locker bis - 9 aus. Dann sind wir aber schon lange zu Eis erstarrt. 
Shauna beim Probesitzen für die Probenacht beim Zimmercamping. Sie ist zufrieden.

Die Küche besteht in erster Linie aus einer hartanodisierten Trangia Alupfanne. Die schmeckt tatsächlich nicht nach Aluminium. 
Dann natürlich einem "Eiskaltes Händchen", einem kleinen Melaminteller, einem halbierten Schwamm und einem Gaskocher. Das ist ein Edelrid Opilio
Er passt für die Kartuschen mit Schraubverschluss. Sein Vorteil ist das kleine Packmaß und sein tiefer Stand. Man hat da nicht die Pfanne oben auf einem Kocher, oben auf einer Kartusche, sondern die Kartusche steht separat und versorgt über einen mit Metalgewebe überzogenen Schlauch den Brenner mit Brennstoff. Am Brenner gibt es eine Vorwärmeinrichtung, damit kann man auch bei größerer Kälte und in größeren Höhen kochen. Nicht, daß ich nach großer Kälte und großer Höhe suche, aber als Nebeneffekt verbraucht er auch wenig Brennstoff.
Der Rest der Küche befindet sich in einer Brotdose. Da sind die beiden kleinen Fläschchen mit Fit zum Abspülen und mit Oel zum Braten. Ich hatte eine Oelmischung von Rama dabei, die hat sich aber nicht so richtig bewährt, da ich jeweils relativ viel davon gebraucht habe und somit mein Vorrat recht schnell zur Neige ging. Beim nächsten Mal wird normales Oel mitreisen. 
Dann habe ich in kleinen Papiertütchen Pfeffer und Salz. Als Besteck eine Kuchengabel und einen Teelöffel. Den Löffel habe ich noch von der "Stadt - Land - Fluss" Reise. Den habe ich in Sarreguemines gekauft. Und dann ist da noch ein Feuerzeug. 
Als Messer nutze ich das Messer, das ich immer am Gürtel habe, das ist ein Walther Rescue - Messer, mit Gurttrenner und Spitze zum Scheibe einschlagen.
Vor dem Ersteinsatz
In Aktion

Das Waschzeug besteht aus einer kleinen Tasche mit allem, was man so braucht, nur halt im Miniformat. Die gängigen Drogerien verkaufen auch - meist im Kassenbereich - kleine Packungsgrößen. Die sind für die Reise ideal. Da kann man sogar von guten Verbrauchern zwei Stück mitnehmen, ohne daß man in Probleme geräte. 
Als Handtuch habe ich eines dieser Campinghandtücher dabei. Das lässt sich sehr klein zusammenrollen und ist im Handumdrehen auch wieder trocken. Es ist kein Riese, bietet aber genug Platz, um sich abzutrocknen. Der Am- Strand- liege- Faktor ist dagegen eher gering.
Aus dem gleichen Material habe ich noch einen Waschlappen mit, der wird als Tuch für alle Fälle genutzt. Wenn etwas mal abgewischt werden muss im Zelt, oder ich habe es genutzt um nachdem  Regen in Potsdam das Zelt wieder zu trocknen. 
Statt einer normalen Bürste hatte ich einen Tangle Teezer dabei, der ist recht kompakt und piekst nicht mit seinem Stiel im Gepäck rum. 
Als zusätzliches Gepäck benötige ich noch die Gerätschaften für die Kontaktlinsen. Ich habe mich aber auf den kleinen Behälter und eine Probenflasche mit Reinigungs/ Aufbewahrungsflüssigkeit beschränkt.
Was habe ich an Klamotten dabei gehabt? Neben den Motorradsachen, die ich beim Fahren angehabt habe, hatte ich noch, für alle Fälle, die Winterunterwäsche mitgenommen. Wenn es also wirklich kühl geworden wäre, hätte ich mir keine Sorgen machen müssen. Als Nebeneffekt habe ich die Hose Nachts auch als Schlafanzughose genutzt, sowie als Legging, um auf dem Campingplatz zum Waschhaus zu gelangen. 
Ein Nachthemd hatte ich dabei, eines von diesen, die wie ein viel zu groß geratenes T- Shirt aussehen. Dann gab es da noch eine Jeans, ein Top und ein T- Shirt, sowie entsprechend Unterwäsche, inklusive dessen, was Frauen zusätzlich unter der Überschrift in Gebrauch haben. Als Schuhe, um mich in der Stadt, oder an  meinem freien Sonntag, bewegen zu können, hatte ich ein paar Ballerinas dabei. Die sind leicht und nehmen nicht viel Platz weg. Und, um noch eine Jacke mit dabei zu haben, hatte ich eine Jeansjacke eingepackt. Mehr hatte ich nicht dabei. Das hat aber sehr gut ausgereicht und es hat an nichts gefehlt. Ich habe auch alles, was ich an Klamotten mitgenommen habe, während der Reise irgendwann genutzt. 
Diese Sachen habe ich in zwei Ortlieb Kompressionspacksäcke à 12 L verpackt.
Aus ihnen kann man die Luft herauspressen und sie mit einem Ventil verschliessen. Dann sind sie herrlich klein.
Lediglich die Jacke und die Schuhe haben einen anderen Platz gefunden. Ich habe die Nacht und Unterwäsche in einen dieser Säcke und die "Ausgehkleidung" in den anderen gepackt. Die beiden Säcke habe ich, nachdem ich sorgfältig die Luft herausgelassen hatte, zusammengebunden und hatte somit ein schön kompaktes Gepäckstück. 
Die rote Rolle ist, wenn sie bepackt ist, einigermaßen ausgewogen, sie ist nicht auf einer Seite signifikant schwerer als auf der anderen und wird mit Rock - Straps auf Gesa verstaut. Dazu benötige ich zwei Bänder. Zwei weitere halten dann das Zelt und die restlichen Teile. Ordentlich verzurrt, ergibt das eine bombenfeste Einheit, bei der nichts wackelt, oder sich losruckelt während der Fahrt. 
Für die fünfzehn Tage dauerende Reise war das Gepäck vollkommen ausreichend, es hat nichts gefehlt und ich habe nichts einfach nur so in der Gegend herumgefahren. Lediglich der Adapter, mit dem ich während der Fahrt an Gesas Bordsteckdose das Händi laden wollte, hat auf ganzer Linie versagt. Der Stecker bei Gesa ist keine Zigarettenanzünderbuchse, sondern eine DIN - Buchse. Die ist kleiner. Man kann an dem Ladeadapter zwar das vordere Stück abnehmen, dann passt es, aber durch seine Länge sitzt es nie wirklich gut in der Dose und es gibt dauernden Wackelkontakt. Zwei Mal habe ich den Adapter sogar beinahe verloren. In der Zwischenzeit habe ich den Adapter durch ein anderes Kabel ersetzt, das einen Winkelstecker hat. Dadurch sitzt es stabiler und wackelt sich nicht während der Fahrt aus der Steckdose.

Auf Werkzeug für Gesa habe ich verzichtet. Denn, an einem solch modernen Motorrad ist im Ernstfall eh nicht viel auszurichten. Und schon gar nicht von mir. Deshalb habe ich lediglich ein Multitool dabeigehabt, als Werkzeug für alle Fälle. Flaschen öffnen zum Beispiel. 
Ich habe mein Gepäck nicht gewogen, aber ich habe es jeweils in einem Schwung tragen können, wenn ich zum Bespiel im Hotel genächtigt habe. 


Kommentare:

  1. Sehr gut gemacht.Ich plane wieder 9000km in Juni...wieder Bike+Frau+Gepäck=480kg....Bon voyge Minya.

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    1. Das ist ordentlich! Da wirst Du in anderen Dimensionen planen müssen! Ich bin ja immer alleine unterwegs, da geht es sich mit weniger aus.

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  2. Immer wieder interessant, was andere so alles mitnehmen, aber irgendwie ist es doch immer gleich, wenigstens ähnlich (ich würde z. B. keine Ballerinas mitnehmen). Ich habe die Women Prolite Plus, die ist nur 1,68 lang und reicht (mir) vollkommen ... *grins* ...

    Ich überlege auch gerade, was ich alles mitnehmen muss, denn auf dem Fahrrad muss ich echt auf Gewicht achten.

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    1. Puh, ich nehme mal an, daß wir alle was ähnliches mitnehmen, das liegt daran, daß wir alle ähnliche Bedürfnisse haben. :)
      Für viel mehr als Ballerinas hatte ich aber auch keinen Platz gehabt. Ich wollte Schuhe haben, die möglichst für alle Eventualitäten nutzbar sind. Wie ich später nach Österreich gefahren bin, hatte ich Stoffschuhe dabei, ähnlich wie Chucks. Da hatte ich außer der Motorradlederhose keine weitere Hose dabei. Und wollte trotzdem noch Schuhe für abends rumzulaufen dabeihaben.
      Mit 1,68 als Luftmatratze käme ich nicht weit. Ich brauche immer die extralangen Ausführungen. Sowohl für den Schlafsack, als auch für die Matratze, oder das Zelt. Das nimmt alles gut Platz in Anspruch.

      Auf dem Fahrrad wirst Du Dich wirklich einschränken müssen. Da ist tatsächlich Leichtbau gefragt. Da zählt das Gramm noch mehr als auf dem Motorrad.
      Für Klamotten haben sich bei mir wirklich diese Kompressionspacksäcke bewährt. Da bekommt man eine Menge hinein, und kann sie klein zusammendrücken.

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    2. Hihi ... mein Schlafsack ist auch eher aus der Kinderabteilung :-D

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  3. Hihi. Das könnte ein Post von Svenja sein. Die hat auch nicht mehr dabei.

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    1. Oh ja, ich glaube, die hat sogar noch weniger dabei!
      Aber dieses möglichst - wenig - mitnehmen hat sich echt bewährt. Was man nicht dabei hat, um das muss man sich auch nicht kümmern.
      Ich bin früher mit dem ganzen Auto voll Kram in den Urlaub aufgebrochen. Kameras, Klamotten, Bücher, Paddelboot und was weiß ich nicht noch alles. Unglaublich. Das meiste davon habe ich natürlich am Ende nicht benutzt gehabt. Und doch ging im nächsten Jahr das Auto schon wieder fast nicht zu.

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  4. Tolle Auflistung!
    Wenn ich doch noch mal auf Camping-Tour gehen werde, habe ich dann, nach deiner Liste, alles schnell zusammengestellt und eingepackt – ist ja alles noch da – natürlich bis auf die Sachen, die Frauen so in Gebrauch haben :-)
    Ansonsten bin ich aber auch immer gerne virtuell bei deinen Reisen dabei ;-)

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    1. Teile des Gepäcks habe ich ja bei der Stadt - Land - Fluss - Reise und bei der Tour nach Delmenhorst schon ausprobiert gehabt. Bis auf das Zelt und die dazugehörigen Teile natürlich. Da hatte ich zumindest schon mal die kleinen Packsäcke und den Behälter mit den Waschsachen ausprobiert. Dieses Ding ist auch mittlerweile fest in den normalen Reisebestand eingezogen.

      Dankeschön! Ich fahre auch immer bewundernd bei Euch mit! :)

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  5. Schöner Artikel. Hast Du mal gewogen?
    Ich hatte in den letzten Jahren immer noch zwei fette Koffer dabei. Das war echt zuviel. Versuche jetzt auch mit einer Packrolle auszukommen. Grüße, Rossi

    P.S. Würde gerne wissen, wie sich das Zelt im Einsatz macht...

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    1. Nee, gewogen habe ich das alles dummerweise nicht. Aber die Rolle wird zwischen acht und zehn Kilo gewogen haben. Ich konnte das ganze Gepäck noch gut auf einmal tragen. Also mit Helm, Zelt und Tankrucksack.
      Bei mir hat es sich wirklich bewährt, mal im Geiste durchzugehen, was man tatsächlich so braucht, wenn man unterwegs ist. Tagsüber sitzt man auf dem Motorrad, abends wenn es kalt ist, hat man auch die Motorradklamotten an und wenn es warm ist - oder man in einem Hotel nächtigt, dann braucht man ein Shirt und eine Jeans. Im Zweifel wäscht man davon mal was.

      Das Zelt hat sich aus meiner Sicht voll bewährt. Schön, ich hatte damit noch keinen echten Wolkenbruch, aber es hat ein angenehmes Raumklima, durch die großen Lüfterklappen oben am Dach hat es eine recht gute Luftzirkulation und solange man alleine reist, hat man auch genug Platz für das Gepäck. Und auch noch etwas Platz um sich zu bewegen. Eine zweite Person könnte man mit gutem Willen noch unterbringen, aber mehr auf gar keinen Fall. Nur wenn man sie stapelt.
      Ich habe mir zum Zelt, nach dem ersten Probeaufbau in der Stube, noch das orignale Groundsheet zugelegt. Das bietet auch für die Apsiden noch einen Fußboden. Ich wollte es zunächst mit blauer Baumarktplane versuchen, aber die war zusammengepackt riesig und roch sehr streng.
      Das Zelt ist rasch aufgebaut, ich habe jeweils rund eine Viertelstunde gebraucht vom ersten Auswerfen des Groundsheets bis zum Auspacken der Einrichtung. Das lässt sich alles gut alleine bewerkstelligen. Auch das Zusammenpacken geht rasch und auch bei Regen, wenn man sich die richtige Taktik zurechtlegt.
      Vermutlich ist es wegen seiner recht hohen Innenraumhöhe etwas sturmanfälliger als ein kleineres Vaude Campo. Auf jeden Fall sollte man zusätzlich noch Heringe mitnehmen, denn in der Grundausstattung sind nur grad so viele dabei, daß man es mit den normalen Befestigungspunkten am Boden festtackern kann. Für die vier Spannleinen sind nicht genug dabei.

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    2. Danke für die umfangreiche Antwort :-)

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  6. Ich habe auch ein grünes Vaude Zelt. Das habe ich mir 1993 in England gekauft, weil das Zeit meiner Freundin den Geist aufgab. Damals habe ich 400 Mark dafür bezahlt und fand es echt teuer. Nur es nützte nix, ich brauchte sofort ein Zelt für die Wanderung. Der Mann im Outdoor-Laden hatte mir dann ein 2-Personen-Zelt empfohlen, welches sich super schnell aufbauen lässt.

    Du wirst es nicht glauben: Letzten Sommer war mein Bruder noch mit diesem Zelt in Spanien unterwegs!! 22 Jahre hat es auf dem Buckel und ich liebe es noch immer.

    Ich hoffe Du wirst Dein grünes Vaude genauso lange haben und wir werden viele Fotos von ihm sehen!

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    1. Oh, England! Das ist auch noch auf der Liste der Länder, die ich mal besuchen möchte. Überhaupt ist die Liste der Länder in die ich mal möchte länger als die, in denen ich schon war.
      Umgerechnet habe ich für mein Zelt einen änlichen Preis bezahlt. Ich wollte ein anständiges Zelt haben und nicht einfach nur irgendeines. Denn, wenn mir das Campen gefallen sollte (und das tut es!), dann wollte ich es schon ein paar Jährchen betreiben. Ich denke, es wird noch einige Bilder vom grünen Zelt geben!
      Ob ich aber in 22 Jahren auch immer noch damit auf Tour gehe, das weiß ich noch nicht. Denn dann bin ich im Rentenalter angekommen...

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  7. Herrlich detailliert und absolut gut - ich habe sicher viel mehr dabei, denn allein die LuMa bei mir ist gewichtig. Aber das beste für meinen Rücken. Alles andere taugt mir nichts. Beim Schlafsäcken bin ich noch am probieren. So einen Kompressionssack lege ich mir auch zu. Der Schlafsack hatte zwar einen, aber da geht immer wieder Luft hinein.

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    1. Mit dem Schlafsack bin ich gut klar gekommen. Nur im Hüftbereich hatte ich in der ersten Nacht es etwas kühl. Das habe ich aber mit dem Nierengurt gut gelöst.
      Bei der Therm-a-Rest Matte war ich auch zunächst skeptisch. Ich habe zu Hause so eine schöne weiche Matratze, da hatte ich schon schlimme Befürchtungen. Aber es ging viel besser als ich gedacht hatte. Ob das auch so gewesen wäre, als ich noch diese schlimmen Rückenschmerzen hatte, das weiß ich allerdings nicht. Die sind zum Glück seit Jahren verschwunden.
      Diese Kompressionssäcke sind echt genial. Sie sind ja auch wasserdicht, also wenn doch mal irgendwie Wasser in die Rolle gelangen sollte, dann ist zumindest die Versorgung mit trockener Kleidung sichergestellt. Den Schlafsack habe ich leider nicht in einen solchen Sack hineinbekommen. Dazu ist er zu groß und zu dick. Vermutlich auch ein Zugeständnis an meine Körpergröße.

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  8. Ich habe mir jetzt einen Daunenschlafsack bestellt, weil ich mit den Kunstfaserteilen nicht klar kam. Sie waren mir trotz Inlet einfach zu kalt - und der Grom hatte immerhin bis -3Grad Komfortbereich.
    Ich hoffe auf einen dazugehörigen Sack, der die Federn nicht unnötig verletzt.
    Trotz allem habe ich mir auch noch zwei dieser Kompressionssäcke bestellt, weil ich Deine Lösung mit dem Klamottenverpacken so genial finde.
    Nächstes Wochenende werde ich in den Harz fahren und dort mal das Equipment ausprobieren. Ich werde allerdings mit Auto anreisen, damit ich im Notfall (wenn es mal wieder schneit, was im April dort oben normal ist) ein wärmeres Dach über mir habe!

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    1. Oh ja! Im Harz kann es auch im Mai bisweilen noch schneien. Daran erinnere ich mich, als ich 2001 dort war. Da hatte es im Mai noch geschneit und ich hatte mir für den Juni dann schon komische Gedanken gemacht. Aber letztlich lag nur oben auf dem Brocken im Juni noch etwas weißes (bzw. ehemals weißes) rum.
      Eigentlich sollte der Schlafsack mit einem Transportsack geliefert werden. Meiner, der ja ein Kunstfasersack ist, wurde sogar mit einem Aufbewahrungsbeutel geliefert, in dem er jetzt auf die nächste Nutzung wartet.
      Diese Kompressionssäcke sind echt toll. Was ich da alles reingestopft hab!
      Für Dein Wochenende im Harz wünsche ich Dir ganz viel Spaß, auch daß die neuen Teile bis dahin schon da sind und Du sie ausprobieren kannst!

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  9. Guten Abend.
    Mir ist das Campinggerödl immer zuviel.Bei schönen Wetter draußen mit Schlafsack und Therarest und oben nur das Sternenzelt. Bei schlechtem Wetter such ich mir lieber ein Zimmer, Jugendherbergen oder auch Hostels sind für kleines Geld zu haben. Essen ist entweder kalt oder ich leiste mir eine Gaststätte. Den Morgenkaffee gibt es meist erst unterwegs.
    LG.

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    1. Da gebührt Dir tiefer Respekt von mir. Das mit dem unter freiem Himmel nächtigen hatte ich schon mal vom Griesgram999 gehört, aber das ist mir zum Beispiel zu arg. Ein bisschen Raum zum Zurückziehen brauche ich schon. Dieses kleine Haus zum Herumtragen, mit dem kleinen Campingkocher, das ist auch etwas, auf das ich mich freuen kann, wenn ich den ganzen Tag gefahren bin.
      Auf meiner Reise im letzten Jahr, habe ich ja auch die gemischte Variante betrieben. Ich habe gecampt und auch an manchen Orten ein Zimmer genommen. Beides hat seine Vorteile. Wenn ich kein Zimmer genommen habe, dann habe ich den ersten Kaffee auch bereits irgendwo auf der Strecke genommen. In den meisten Fällen zumindest.

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