+++07.05.2016+++
Die Nacht ist irgendwie unruhig, ich habe krudes Zeug geträumt und bin mitten in der Nacht mit trockener Kehle und laufender Nase aufgewacht. Heuschnupfen. Hier war es vor wenigen Tagen noch kalt und es hat sogar Schnee gelegen. Die Natur ist noch lange nicht so weit, wie bei uns. Die Birken holen gerade erst aus. Ich wälze mich aus dem Bett, tapere im dunklen, ungewohnten Zimmer tastend durch die Tür und suche nach dem Treppengeländer. Es geht drei Stufen nach oben zum Bad. Wenn ich jetzt das Licht anmache, wars das mit Nachruhe. Ich finde aber im Dunklen, was ich brauche und wackele zurück ins Bett. Richtig gut wird die Nacht auch danach nicht mehr.
Die Nacht ist irgendwie unruhig, ich habe krudes Zeug geträumt und bin mitten in der Nacht mit trockener Kehle und laufender Nase aufgewacht. Heuschnupfen. Hier war es vor wenigen Tagen noch kalt und es hat sogar Schnee gelegen. Die Natur ist noch lange nicht so weit, wie bei uns. Die Birken holen gerade erst aus. Ich wälze mich aus dem Bett, tapere im dunklen, ungewohnten Zimmer tastend durch die Tür und suche nach dem Treppengeländer. Es geht drei Stufen nach oben zum Bad. Wenn ich jetzt das Licht anmache, wars das mit Nachruhe. Ich finde aber im Dunklen, was ich brauche und wackele zurück ins Bett. Richtig gut wird die Nacht auch danach nicht mehr.
Um sieben piept unbarmherzig der Wecker im Händi. Der Spalt im Vorhang ist milchig hell. Sonst ist es noch recht dunkel im Zimmer. Auf, hoch, ich muss schließlich noch tanken. Als ich den Vorhang zur Seite schiebe, sehe ich blauen Himmel und sonnenbeschienene Tannen. Sehr gut!
Um acht bin ich soweit fertig, ich nehme den Helm und den Tankrucksack und begebe mich runter zum Frühstück. Mein Tisch ist die Nummer 35, ein Katzentisch an der Balkontür. Würde ich hier zu Abend essen, oder Frühstücken, das wäre mein Tisch, hatte die verschüchterte junge Dame am Empfang mir gestern Nachmittag noch gesagt. Zimmer mit Tisch. Das hatte ich auch noch nicht.
Ich lasse das Buffet in der Mitte des Raumes aus und fülle mir nur ein paar Eßlöffel Müsli und einen guten Schluck Milch in eine Schale. Jetzt noch Kaffee und dann soll es gehen für den Weg nach Erbersbronn. Dort gibt es richtiges Frühstück.
Von diesem Imbiss nicht allzulange aufgehalten, stehe ich bald drauf bei Gesa, die die Nacht im Freien verbringen musste und die ich jetzt ein Stück vorschiebe, damit der Rest vom Sattel auch noch etwas Sonne abbekommt und der Tau abtrocknet. Das ist auch nach wenigen Augenblicken der Fall, man kann direkt dabei zusehen und so bollert Gesas Motor bald drauf schon in den Samstagmorgen hinein. Das Thermometer steht noch bei neun Grad.
Als ich in Erbersbronn ankomme, stehen schon welche von den anderen wieder vor der Tür, trinken Kaffee, blinzeln verschlafen in die Sonne, oder telefonieren am einzigen Punkt, wo es Empfang gibt.
Heute ist IFRD. Der International Female Ride Day! Heute, am ersten Samstag im Mai, sind weltweit Frauen auf dem Motorrad unterwegs!
Heute ist IFRD. Der International Female Ride Day! Heute, am ersten Samstag im Mai, sind weltweit Frauen auf dem Motorrad unterwegs!
Ich mache mir drinnen in der Küche ein paar Brötchen klar, nehme Kaffee und setze mich mit den großen Raum. Man merkt, daß alle etwas aufgeregt sind, gleich wird es losgehen. Wir tauschen Geschichten vom letzten Mal aus ("meine Güte, hat das da geregnet bei der An und Abreise..!") und auf einmal ist es kurz vor zehn und es geht los. Wir sammeln uns alle bei den Motorrädern, Frauke erklärt noch mal kurz unseren Plan und das Vorgehen und dann, kurz bevor es losgeht, kommen endlich noch zwei Teilnehmerinnen und bringen noch eine Frau mit, die sie unterwegs eingesammelt haben. Wir brechen auf und fahren erst einmal in Richtung Unterstmatt. Die Strasse ist stellenweise noch nachtfeucht und schattig. Zu warm ist es bislang auch nicht. Angekommen werden wir uns in drei Gruppen aufteilen und dann ausschwärmen. Hier auf dem ersten Wegstück zeigt sich schon gleich, welche Anordnung in der Gruppe nachher sinnvoll sein wird.
In Unterstmatt bauen wir uns erst mal alle in einer Reihe auf und stellen uns zu einem Gruppenfoto. So viele Frauen mit Motorrädern auf einmal, wir sind bald dreißig Frauen, das weckt Interesse. Von allen Seiten schauen die Leute.
Es findet sich auch noch eine Frau, die sich uns spontan mit anschließt. Bevor wir aufbrechen, sortieren wir uns in die Gruppen, für die wir uns angemeldet haben. Es wird, wie im letzten Jahr auch, drei Gruppen geben, eine touristisch ausgelegte, da wird Rücksicht genommen auf Teilnehmerinnen, die sich nicht so viel zutrauen, oder erst wenig Erfahrung haben, ihre Strecke wird rund 150 Kilometer lang sein, dann eine ambitionierte Gruppe, das sind dann schon Fahrerinnen, die etwas weiter sind, auch ich habe mich für diese Gruppe angemeldet, wir werden etwa 250 Kilometer fahren und dann gibt es noch die sportliche Gruppe. Der Name sagt fast alles, hier geht es etwas zünftiger zur Sache. Sie werden am Ende des Tages etwa 300 Kilometer gemacht haben.
Es findet sich auch noch eine Frau, die sich uns spontan mit anschließt. Bevor wir aufbrechen, sortieren wir uns in die Gruppen, für die wir uns angemeldet haben. Es wird, wie im letzten Jahr auch, drei Gruppen geben, eine touristisch ausgelegte, da wird Rücksicht genommen auf Teilnehmerinnen, die sich nicht so viel zutrauen, oder erst wenig Erfahrung haben, ihre Strecke wird rund 150 Kilometer lang sein, dann eine ambitionierte Gruppe, das sind dann schon Fahrerinnen, die etwas weiter sind, auch ich habe mich für diese Gruppe angemeldet, wir werden etwa 250 Kilometer fahren und dann gibt es noch die sportliche Gruppe. Der Name sagt fast alles, hier geht es etwas zünftiger zur Sache. Sie werden am Ende des Tages etwa 300 Kilometer gemacht haben.
Frauke setzt sich an die Spitze unserer Gruppe, sie weiß den Weg, sie hat ein Navi, sie wird uns führen. Etwas zeitversetzt zu den anderen Gruppen starten wir zu unserer Runde. Es geht zunächst einmal ein Stück auf der B500.
Es ist Samstag, es ist schönes Wetter und der Schnee ist an den meisten Stellen nun endlich getaut. Das lockt entsprechend andere Zweiradler auf die Strecke. Und das lockt auch Fallensteller an die Strecke. Nicht weit von Unterstmatt sehen wir bald welche stehen und mit der Radarpistole auf Kundschaft warten. Sie tun das in unserer Gegenrichtung, so haben wir nichts zu befürchten.
In einer endlos langen Baustelle überholt uns die schnelle Gruppe. Sie sind also in der Tat schneller als wir. Aber das habe ich ja im letzten Jahr schon festgestellt. Kurz vor Kniebis biegen wir ab, in Richtung Oppenau. Die Straße ist etwas kleiner, das Wetter ist toll, es ist nicht zu kalt und wir fahren nicht zu schnell. Alles optimal.
Es ist gegen elf, als wir in Oppenau ankommen. Wir suchen uns einen Parkplatz vor der Kirche und nehmen erst mal einen Kaffee. So kanns weitergehen!
Nach einer Weile gesellt sich auch die touristische Gruppe dazu und irgendwann brummen die sportlichen an uns vorbei. Wo die wohl in der Zwischenzeit gewesen sind? Am liebsten würde man ja alle drei Touren gleichzeitig fahren!
Nach einer Weile gesellt sich auch die touristische Gruppe dazu und irgendwann brummen die sportlichen an uns vorbei. Wo die wohl in der Zwischenzeit gewesen sind? Am liebsten würde man ja alle drei Touren gleichzeitig fahren!
Nachdem wir uns gestärkt und den ersten Abschnitt der Tour besprochen haben, geht es weiter über Peterstal, ich weiß jetzt, wo die blöde Radiowerbung für das Mineralwasser herkommt, und dann weiter, auf einer herrlich kleinen, stark gewundenen Straße, bis wir uns kurz vor Freudenstadt wieder tiefer in den Schwarzwald hineinschwingen.
Die Strasse bleibt so klasse und so klein, allerdings ist das Tempo für meine Verhältnisse auf dieser Straße recht hoch. Zudem gibt es einige tückische Bitumenflickenplacken. Auf einem dieser "Straßenausbesserungen" rutschen Frauke und noch ein paar andere sogar mal ganz ordentlich. Das ist alles nicht zu verachten. Allerdings erreichen wir alle heil und munter Schenkenzell. Hier scheint der Weg zu unserem Mittagstisch durch eine Baustelle versperrt zu sein, aber Frauke kennt den Weg daran vorbei und schon bald sitzen wir alle happy und zufrieden an einem langen Tisch auf der Terrasse.
Hier sind wir alle zum Essen gebucht. Das heißt, hier werden wir uns treffen. Theoretisch gibt es hier die Möglichkeit von der einen zur anderen Gruppe zu wechseln. Aber noch sind wir alleine. Von den anderen ist nichts zu sehen. Auf die touristischen müssen wir nicht allzulange warten. Aber wo sind die sportlichen? Da wir eh nicht alle an einen Tisch bekommen, fangen wir schon mal an und bestellen was zu essen. Von den anderen immer noch keine Spur. Sorgenvolle Gesichter. Es wird doch wohl nicht...? Nein, endlich hören wir Motorengeräusch, Petras Ducati ist meilenweit zu erkennen und bald drauf erscheinen sie vollzählig am Parkplatz.
Annikas Navi hat gestreikt. Sie sind daraufhin etwas herumgeirrt und haben ein Zwischenziel weiträumig eingekreist, bis sie auf den Weg, den sie eigentlich fahren wollten, gelangt sind. Annika kommt aus dem Saarland und ist hier fremd. Sie hat sich also anhand der Karte auf dem Tankrucksack hierher gehangelt. Mit der ganzen Gruppe im Rücken hat das sicherlich Stresspotential.
Die Strasse bleibt so klasse und so klein, allerdings ist das Tempo für meine Verhältnisse auf dieser Straße recht hoch. Zudem gibt es einige tückische Bitumenflickenplacken. Auf einem dieser "Straßenausbesserungen" rutschen Frauke und noch ein paar andere sogar mal ganz ordentlich. Das ist alles nicht zu verachten. Allerdings erreichen wir alle heil und munter Schenkenzell. Hier scheint der Weg zu unserem Mittagstisch durch eine Baustelle versperrt zu sein, aber Frauke kennt den Weg daran vorbei und schon bald sitzen wir alle happy und zufrieden an einem langen Tisch auf der Terrasse.
Hier sind wir alle zum Essen gebucht. Das heißt, hier werden wir uns treffen. Theoretisch gibt es hier die Möglichkeit von der einen zur anderen Gruppe zu wechseln. Aber noch sind wir alleine. Von den anderen ist nichts zu sehen. Auf die touristischen müssen wir nicht allzulange warten. Aber wo sind die sportlichen? Da wir eh nicht alle an einen Tisch bekommen, fangen wir schon mal an und bestellen was zu essen. Von den anderen immer noch keine Spur. Sorgenvolle Gesichter. Es wird doch wohl nicht...? Nein, endlich hören wir Motorengeräusch, Petras Ducati ist meilenweit zu erkennen und bald drauf erscheinen sie vollzählig am Parkplatz.
Annikas Navi hat gestreikt. Sie sind daraufhin etwas herumgeirrt und haben ein Zwischenziel weiträumig eingekreist, bis sie auf den Weg, den sie eigentlich fahren wollten, gelangt sind. Annika kommt aus dem Saarland und ist hier fremd. Sie hat sich also anhand der Karte auf dem Tankrucksack hierher gehangelt. Mit der ganzen Gruppe im Rücken hat das sicherlich Stresspotential.
Als sie gerade angekommen sind, sind wir auch schon wieder fertig, um aufzubrechen. Es geht nun in einer etwas anderen Reihenfolge als zuvor, ich bin ein paar Positionen nach hinten gerutscht, in Richtung Alpirsbach. Da gibt es doch diese Brauerei! Als Kind konnte ich mir bei der Fernsehwerbung unter "Klosterbräu" nichts vorstellen. Kloster und Bier kannte ich nur aus der Werbung und hatte folglich keinen Schimmer von den Termini. So hörte ich also immer "Alpirsbacher Knusperbräu". Heute endlich komme ich an der Brauerei vorbei! Es gibt sie tatsächlich. Und ich bin im Herzen immer noch enttäuscht, daß es nichts zu knuspern gibt.
Auf der B294 machen wir erst einmal gute Fahrt. Der Verkehr ist nicht dicht, wir schwingen die Kurven bergan und bergab und sind bald in Loßburg. Von da geht es weiter nach Dornstetten und dann sind wir auf der B28. Ein paar Autos überholen wir auf der Bundesstraße und irgendwann mischt sich ein Harleyfahrer unter uns. Es ist interessant festzustellen, daß entgegenkommende Harleyfahrer nur ihn grüßen. In Altensteig biegt er auch ab, hat aber bald drauf seinen eigenen Weg und brummt davon.
Wir schlagen uns wieder in den Wald. Unser Ziel lautet: Nagoldtalsperre. Währen wir in Seewald abgebogen, dann hätten wir vermutlich an der Talsperre auch den Harleyfahrer wiedergetroffen. Aber als ich ein Hinweisschild an mir vorbeifliegen sehe, sind wir alle an der Abbiegung bereits vorbei. Ich merke, daß Frauke unruhig wird. Ihr Gefühl sagt auch ihr, daß etwas nicht stimmt. Als es im Wald einen Randstreifen neben der Bundesstraße gibt, halten wir an und orientieren uns.
Fraukes Navi ist auch ausgefallen und hat sie in die Irre geführt. Es lässt sich auch nicht zur Weiterarbeit überreden und so sind wir etwas aufgeschmissen. Hier, wo wir jetzt sind, hätten wir vermutlich auf der Weiterfahrt entlangkommen sollen. Frauke beschließt, daß wir die Nagold Nagold sein lassen und uns eine andere Talsperre suchen.
Wir fahren ein Stück zurück und nehmen dann das kurze Verbindungsstück ins Murgtal. Dieses Verbindungsstück hat es in sich und so sehen wir hinter einer Haarnadelkurve am Straßenrand einen schnittigen Sportwagen stehen, dessen Beifahrer aus vollstem Herzen in die Botanik reihert. Das lässt Rückschlüsse zu.
Auf der B294 machen wir erst einmal gute Fahrt. Der Verkehr ist nicht dicht, wir schwingen die Kurven bergan und bergab und sind bald in Loßburg. Von da geht es weiter nach Dornstetten und dann sind wir auf der B28. Ein paar Autos überholen wir auf der Bundesstraße und irgendwann mischt sich ein Harleyfahrer unter uns. Es ist interessant festzustellen, daß entgegenkommende Harleyfahrer nur ihn grüßen. In Altensteig biegt er auch ab, hat aber bald drauf seinen eigenen Weg und brummt davon.
Wir schlagen uns wieder in den Wald. Unser Ziel lautet: Nagoldtalsperre. Währen wir in Seewald abgebogen, dann hätten wir vermutlich an der Talsperre auch den Harleyfahrer wiedergetroffen. Aber als ich ein Hinweisschild an mir vorbeifliegen sehe, sind wir alle an der Abbiegung bereits vorbei. Ich merke, daß Frauke unruhig wird. Ihr Gefühl sagt auch ihr, daß etwas nicht stimmt. Als es im Wald einen Randstreifen neben der Bundesstraße gibt, halten wir an und orientieren uns.
Fraukes Navi ist auch ausgefallen und hat sie in die Irre geführt. Es lässt sich auch nicht zur Weiterarbeit überreden und so sind wir etwas aufgeschmissen. Hier, wo wir jetzt sind, hätten wir vermutlich auf der Weiterfahrt entlangkommen sollen. Frauke beschließt, daß wir die Nagold Nagold sein lassen und uns eine andere Talsperre suchen.
Wir fahren ein Stück zurück und nehmen dann das kurze Verbindungsstück ins Murgtal. Dieses Verbindungsstück hat es in sich und so sehen wir hinter einer Haarnadelkurve am Straßenrand einen schnittigen Sportwagen stehen, dessen Beifahrer aus vollstem Herzen in die Botanik reihert. Das lässt Rückschlüsse zu.
Wir folgen dem Murgtal in Richtung Norden und biegen dann vor Forbach ab in Richtung Erbersbrunn. Aber wir wollen noch nicht nach Hause. Zuerst kommt die versprochene Talsperre. Die Schwarzenbachtalsperre ist auch ein beliebter Bikertreffpunkt und es kommen uns auf dem Weg dort hoch einige Tiefflieger entgegen. Entsprechend voll ist der Parkplatz an der Talsperre. Wir finden einen Platz auf dem ansteigenden Auto- und Busparkplatz und setzen uns auf die harten Holzbänke bei einem Kiosk. So richtiges Kaffee und Kuchenfeeling mag in uns nicht aufkommen und so beschließen wir bald wieder aufzubrechen.
Diejenigen, die tanken müssen, fahren hinunter nach Forbach und der Rest biegt unterwegs ab, in Richtung Erbersbronn. Ich fahre noch runter bis zur Tankstelle, auch wenn ich noch nicht tanken muss, einfach aus Spaß am fahren.
Jetzt am Nachmittag ist es ordentlich warm geworden, runde 25 Grad zeigt Gesas Thermometer an und ich bin froh, daß ich vorhin bei der Mittagspause eine Lage Unterwäsche ausgezogen habe.
Diejenigen, die tanken müssen, fahren hinunter nach Forbach und der Rest biegt unterwegs ab, in Richtung Erbersbronn. Ich fahre noch runter bis zur Tankstelle, auch wenn ich noch nicht tanken muss, einfach aus Spaß am fahren.
Jetzt am Nachmittag ist es ordentlich warm geworden, runde 25 Grad zeigt Gesas Thermometer an und ich bin froh, daß ich vorhin bei der Mittagspause eine Lage Unterwäsche ausgezogen habe.
Als wir schließlich alle wieder am Freizeitheim angekommen sind und die Motorräder von denen, die hier übernachten, in Schlafposition rangiert werden, zeigt sich, daß bei einer Harley der Gangschalthebel lose ist. Sofort ist Werkzeug zur Hand und der Hebel abgebaut. Nach eingehender Untersuchung stellt sich heraus, daß da irgendjemand mal eine falsche Schraube reingedreht hat. Der Hebel klemmt dadurch nicht richtig auf der Welle und flippt hin und her. Da wird sie am Montag mal zum Händler fahren müssen und eine richtige Schraube besorgen müssen. Denn so ist das wirklich nicht gut. Auch nach den Kabeln der Scheinwerferlampe wird sie mal schauen lassen müssen.
Gesa hat die Ausfahrt gut überstanden und ich habe sie gleich in Fluchtrichtung geparkt, damit ich nachher gut raus komme, wenn ich ins Hotel fahre.
Gesa hat die Ausfahrt gut überstanden und ich habe sie gleich in Fluchtrichtung geparkt, damit ich nachher gut raus komme, wenn ich ins Hotel fahre.
Mittlerweile haben alle Hunger und es ist gut, daß gerade jetzt das Essen für uns fertig ist. Es ist reichlich aufgetischt und alle machen guten Gebrauch davon. Total lecker und echt klasse! Vielen Dank noch mal dafür!
Der Abend vergeht unter tollen Gesprächen wie im Fluge und ich erschrecke regelrecht, als es schon nach elf ist. Ich muss ja noch bis Baiersbronn! Also schnappe ich meine Sachen, verabschiede mich in die Runde und breche auf. Es ist wieder kühl geworden, ich ziehe das zweite Oberteil wieder über und schwinge mich in die Nacht. Auf der Straße durchs Murgtal ist zu dieser Uhrzeit überhaupt nichts mehr los. Nur eine Straßenbahn, die von Karlsruhe kommt und hier als eine Art S - Bahn verkehrt, begleitet meinen Weg. Ich fahre gemütlich, denn ich weiß nicht, was es hier an Wild so gibt. Trotzdem bin ich nach zwanzig Minuten am Hotel angekommen und stelle Gesa an die gleiche Stelle, wie gestern abend. Bis ich im Bett liege, vergeht jetzt keine Viertelstunde mehr. Schon fast im Halbschlaf schreibe ich meine Erlebnisse in mein kleines Buch und mache unmittelbar nach den letzten Worten das Licht aus. Was ein geiler Tag!
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Das ist die Strecke, die wir heute gefahren sind. Inklusive meiner An- und Abfahrt vom Hotel war ich 260 km unterwegs. |