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Freitag, 26. Januar 2018

Ich glaub es geht schon wieder los...

+++21.01.2018+++


Es ist kurz nach ein Uhr Mittags. Es ist Sonntag. Eigentlich sollten die Leute jetzt einen zünftigen Schweinebrateneinwurf zu Hause tätigen. Eigentlich. Was machen die also alle jetzt hier?

Ich bin auf dem Weg hinaus nach Nieder Olm, wie jedes Jahr gegen Ende Januar. Heute ist wieder die alljährliche Motorradausstellung des MC "The Bikers". Auch schon fast traditionell ist, daß ich mit dem Auto anreise. Und mich schon wieder darüber ärgere. Aber ich habe im Anschluss noch eine weitere Veranstaltung und kann nicht noch mal nach Hause fahren. Also suche ich nach einem Parkplatz und stelze danach am Straßenrand entlang in Richtung Halle.
Vor dem Eingang wieder eine recht lange Schlange. Allerdings geht es dennoch schnell vorwärts. Jeder zahlt drei Euro, das sind beste Vorkriegspreise, und bekommt einen Stempel auf den Handrücken dafür. Ich bin drin. Zunächst schwimme ich mit den anderen mit und komme so die Treppe hoch und in die Halle.
Überall Menschen. Es ist wirklich gut besucht. Von den Motorrädern sieht man dadurch fast nichts. Bei den ganzen Leuten ist es nicht verwunderlich, daß ich bald jemand bekanntes treffe. Er schwingt gerade sein Bein über die Sitzbank der neuen BMW G310GS. "Mehr Motorrad brauchst du doch eigentlich nicht. Mehr als 38 PS kann man eh nicht fahren!" Mit diesen Worten reicht er mir die Hand zur Begrüßung. Wir taxieren das Motorrad mit fachmännischem Blick, nicken mit unseren weisen Häuptern und loben die solide Bauart. Wie man das eben so macht.
Danach erzählt er mir von seinem letzten Frankreichabenteuer, wo er 40 Euro Strafe zu bezahlen hatte, weil er im Stau seine Handschuhe ausgeogen und den Motor laufen gelassen hatte.Er hätte gleich per App bezahlen können. Hm. Da fahren wir auch nicht mehr hin... Ich ziehe weiter und bleibe bei Triumph hängen. Die neue Street Scrambler habe ich im Original noch nicht wirklich gesehen.
Den Quatsch mit dem Öleinfüllstutzen haben sie wieder so gemacht, wie bei der alten Scrambler. Und der Auspuff gefällt mir nicht so gut, wie bei der alten.
Dafür ist er offenbar besser wärmeisoliert. Auch hier treffe ich wieder vertraute Gesichter. Achim, den ich schon vor zwei Jahren hier getroffen habe, ist diese Jahr mit Moni, seiner Frau hier. Wir schauen uns die Triumphs gemeinsam an und wenden uns dann anderem zu. Hinter uns steht die neue Royal Enfield Himalayan.





Wir sind erstaunt. Für das Geld bekommt man eine Menge Motorrad. Das ist zwar kein PS - Monster, aber macht keinen schlechten Eindruck. Es ist alles dran, sogar ein Hauptständer.
Nur der Schnabel und das darunterliegende Schutzblech irritieren mich ein wenig.
Bei Honda diskutieren wir noch kurz den X-ADV: Mit dem Gedanken, einen Roller zu fahren, können sich beide nicht anfreunden. Sollten sie aber. Das Ding ist wirklich spannend. Allerdings nicht ganz billig. Schließlich landen wir wieder bei BMW und besehen uns die Urban GS.
Wer auf die Idee kommt, eine "Enduro" mit verchromtem Krümmer zu ordern, ist uns allen schleierhaft. Aber, die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Ich schleiche im Anschluss noch um ein paar Moto Guzzis und bewundere den verchromten Tank einer VIII 50 Years Edition,

tauche noch mal ab in den Keller und bin dann auch schon wieder verschwunden. Obwohl ich nicht das Gefühl habe, sind gute zwei Stunden vergangen und ich muss mich sputen, wenn ich heute noch etwas anderes machen möchte.

Ich mag diese Motorradausstellung in Nieder Olm. Sie ist klein und familiär. Hier trifft man eigentlich immer Bekannte und kann mit ihnen fachsimpeln. Zum Jahresanfang gibt es ja in vielen Städten ähnliche Ausstellungen, wo die lokalen Händler sich präsentieren und zeigen, was es alles Neues gibt in diesem Jahr.


Mittwoch, 25. Januar 2017

Gegen die Entzugserscheinungen

Wenn das Jahr noch jung ist, die Bäume kahl und die Straßen voller Salz, dann ist die Zeit der Motorradausstellungen. Häppchenweise kann man sich an sein Hobby wieder gewöhnen, mit anderen Gleichgesinnten klönen und nebenbei die neuesten Segnungen der Motorradindustrie wohlwollend begutachten. Eine dieser Ausstellungen findet regelmäßig im nahen Nieder Olm statt und zieht Motorradinteressierte aus der ganzen Region an. So auch mich.
Ich stehe also am Sonntagmittag vor der Ludwig Eckes Festhalle in Nieder Olm in einer Schlange Menschen und warte geduldig, bis zur Kasse vorgelassen zu werden. Dort bezahle ich drei Euro, bekomme, anders als im vergangenen Jahr, ein rosa Bändchen ums Handgelenk und bin drinnen. Die Halle ist nicht besonders riesig und bereits jetzt gut gefüllt. Anscheindend haben alle das Mittagessen ausfallen lassen und sind zum Moppedgucken aufgebrochen. So schiebe ich mich mit den anderen in den Saal und schaue mich um. Viel sehen kann ich nicht, es ist dazu fast schon zu voll.
Solche Ausstellungen sind keine Messen, auf denen die Hersteller selbst auftreten. Zumindest nicht die einschlägigen Motorrad- und Zubehörhersteller. Hier findet man die Händler aus der Region, die einiges interessantes aus ihren Showrooms eingepackt haben, aber auch schon erste neue Modelle mit dabei haben. Und seien es auch bloß ein paar Farbvarianten. Was mir in dem Zusammenhang auffällt, die Motorräder scheinen wieder etwas bunter zu werden. "Candyapple - red" ist eine Farbe, die ich bei vielen Herstellern entdecken kann. Honda lackiert die Africa Twin in so einem Rot, Triumph die Tiger und von Harley weiß ich, daß es das auch heuer gibt. Es heißt nur überall anders.


Honda bringt die CB500F in einem Neongelb und Yamaha die MT07 in weiß, mit oceanblauem Dekor.

Nur KTM ist weiter traditionell orange und Kawasaki weitestgehend grün.




Mitunter findet man auf solchen Ausstellungen auch recht besondere Bikes.
Euro 4? Klar, die neue Norm ist an allen Ständen vertreten. Aber auch noch eine Reihe an Maschinen, die noch nach Euro 3 abgestimmt sind. Das sind die Maschinen, die entweder schon zugelassen sind, oder für die es eine Ausnahmegenehmigung gibt.


Moto Guzzi V9. Galluzzis großer Wurf.



Zu verkaufen. Zwei Schätzchen aus vergangenen Tagen

Große Überraschungen entdecke ich allerdings nicht. Im großen und ganzen ist das zu sehen, was ich erwartet habe. So schiebe ich mich zwei, drei mal durch die Menschenmenge und unterhalte mich im Keller noch mit Mark Gundlach von Motorradtrainig Süd und bin dann, da ich niemanden treffe, den ich kenne und sowieso noch einen Anschlusstermin habe, bald wieder verschwunden.

Was kann ich als Fazit dazu sagen? Ich mag diese kleinen Ausstellungen, wobei die in Nieder Olm in meiner Gegend schon zu den größeren gehört. Es geht dort, wenn es nicht gerade so voll ist, wie an diesem Sonntag, recht familiär zu, man trifft sich, beguckt die Maschinen, teilt sich mit, was man davon hält und hat einfach eine schöne Zeit. Im nächsten Jahr bin ich mit Sicherheit wieder hier!

Montag, 10. Oktober 2016

Let's Mess around! - Messerundgang auf der Intermot 2016

Meine Schritte fliegen die Treppenstufen der S- Bahnstation hinab, ich trete auf die Straße. Vor mir liegt das Messegelände Köln. Ich rücke die Sonnenbrille zurecht. Die Handtasche habe ich extra gestern Abend noch mal abspecken lassen, damit ich mich nicht totschleppe heute, und so laufe ich beschwingten Schrittes auf den Haupteingang zu. "Wo finde ich denn den Eingang für die Presse und so?" - Der Mann mit der gelben Weste zuckt mit den Schultern. "Pfff- Da stellen sie Fragen, Moment, mein Chef, der wird das wissen." Er geht zu einem Mann ohne gelbe Weste und redet mit ihm. Der zeigt mit großer Geste in eine andere Richtung. 
"Da müssen Sie zum Eingang Nord - das ist eine Viertelstunde von hier, da lang und dann um die Ecke." Er zeigt nach rechts. Ich mache mich also auf den Weg. 
Hier gehts für mich nicht rein, das wäre auch zu einfach. Also einmal auf die andere Seite bitte.

Einen strammen Fußmarsch, eine Taschenkontrolle und einen kurzen Stop an der Akkreditierung später, zeige ich den mir um den Hals baumelnden Ausweis einem Mann am Eingang und bin drin. Intermot 2016! 
Die erste Halle, in die ich komme, ist gleich eine von den großen. Vor mir ein riesiger Kawasaki - Stand. Jetzt am späten Vormittag ist es hier noch recht ruhig. Das wird sich im Verlauf des Tages noch ändern, aber richtig voll wird es nicht werden. Heute ist Händlertag. Gestern war der Pressetag mit den ganzen Präsentationen und den Neuheiten, den Pressekonferenzen und dem Getümmel, wenn der Vorhang fällt. Heute ist es nett und ruhig. 
Was mir bei Kawasaki gleich auffällt, das ist der Service, ausgesprochene Frauen - Motorräder besonders zu kennzeichnen. Davon hatte ich gestern schon gehört und es kaum fassen können. Heute sehe ich es mit eigenen Augen. An zentraler Stelle des Standes sind zwei Drehteller, auf denen jeweils ein Motorrad steht und darauf sitzt jeweils eine junge Frau mit grüner Lederjacke. Dazu haben sie zwar kurze Röckchen an und Stilettos, also nicht die volle Schutzausrüstung, aber es ist ja auch eine Messe und da möchte Frau nicht im unförmigen Textilanzug den ganzen Tag schwitzen. Sehr begrüßenswert! Das ist also quasi als "Serviervorschlag" zu verstehen. Ähnlich wie bei der Nuss - Nougat - Creme, wo auch niemand annimmt, daß da tatsächlich ein Eichhörnchen im Glas versteckt ist. 
Die beiden Motorräder, die man hier besonders den Frauen zudenkt, sind die Z1000SX und die Ninja H2
Wow! Das hätte ich gar nicht gedacht! Sonst sind es doch immer nur die kleinen Mickerdinger, mit denen man Frauen in Verbindung bringt.


Lecker Carbon
Ich unterhalte mich ein wenig mit einem Mitarbeiter am Stand und kann schließlich noch herausbekommen, daß wohl für die Vulcan - Serie, mit Ausnahme der Vulcan S, der letzte Choral gesungen ist. Dafür stellt er mir eine neue KLX für 2018 in Aussicht. Ich bin gespannt, bedanke mich und setze meinen Rundgang fort. 

Nicht weit vom Kawasakistand finde ich den Stand von "Bull - it Jeans".
Das sind Motorradjeans, die versprechen, widerstandsfähiger als Leder zu sein. Ich unterhalte mich lange mit einem netten jungen Mann am Stand und er erklärt mir, daß es hierbei nicht nur die besondere Art ist, in der der Jeansstoff gewoben ist, sondern es ist in erster Linie die Lage darunter, das "Covec", daß den Unterschied macht. An einer Seite des Standes hängt eine Jeans, die laut dem Mitarbeiter von einem Kunden in den USA vier Jahre lang getragen wurde, ehe es zum Sturz kam. Der Aussenstoff hängt am Knie in Fetzen, aber das Covec ist wie neu.

Ich kann es kaum fassen. Schließlich zeigt er mir auch noch neuartige Protektoren, die obwohl sie so flach sind, Level 2 erreichen.
So dünn und doch Level 2. Das Schwarze links.
Man verspricht mir, es gäbe auch Damenmodelle mit langen Beinlängen und daß sie nun einen neuen Designer aus der Jeansindustrie hätten. Interessant ist auch, daß sie nicht nur die kompletten Hosen verkaufen, sondern auch das Material einzeln. Damit wird also noch zu rechnen sein. Ich bin beeindruckt. Leider gibt es in Deutschland noch kein wirkliches Händlernetz. Aber daran arbeiten sie gerade.

Ich bin noch nicht weit gekommen, da fällt mir der Stand von Macna ins Auge. Das sind in erster Linie Textilklamotten, von denen manche eine besondere Eigenschaft haben. Sie reflektieren großflächig, wenn sie bei Dunkelheit von Licht erfasst werden. Tagsüber sind sie somit unauffällig schwarz, aber in der Nacht, wenn Licht drauf fällt, leuchten sie hell. Nicht schlecht!
Tagsüber, ohne extra Licht drauf

"Nachts". In diesem Fall mit Blitzlicht bestrahlt.
Leider entdecke ich am Stand nur ein einziges Damenmodell, und das ist auch nur ein dünner Hoodie. Fürs Bier nach dem Fahren. Im Netz findet sich glücklicherweise etwas mehr. 

Aaaaaaaw!!

Grad wie früher!

Tankdeckelschloß mit Schiebedeckel.

Bell Helmets

The Land of Joy. Scrambler Ducati.

Bestaunt, aber nichts für Frauen.


Als ich zum Stand von Held komme, finde ich auch nicht allzuviel für Frauen, aber man hat wenigstens schon davon gehört, daß Frauen auch Motorrad fahren und bietet entsprechendes an. Ich muss allerdings etwas suchen. Meine Jacke, zum Beispiel, kann ich allerdings nicht finden.

Wenigstens liest er eine Frauenzeitschrift...



Hier geht es um Reifen, die sich für den Fahrstil von Frauen eignen.


Bei Icon, die bei uns von Parts Europe vertrieben werden, komme ich ins Gespräch mit dem Pressesprecher und er erläutert mir ein paar Einzelheiten in der neuen Kollektion. So findet man komplette Anzüge, vom Schuh bis zum Helm, die mit einem durchgehenden Design zu haben sind. Bei Icon sind das gerne etwas unkonventionelle Designs, wie man sie hierzulande sonst nicht findet. 

Suzuki überrascht mich wieder mit einer besonderen Empfehlung für uns Frauen.
Der GSX - R 1000R. Die junge Lady, die da drauf sitzt, trägt zwar auch keine Schutzkleidung, aber ich schätze mal, sie wird jetzt auch nicht in der Halle herumfahren wollen damit. Auch am Suzuki Stand, wird uns die V- Strom 650XT ans Herz gelegt.
Sie sieht der großen Schwester zum Verwechseln ähnlich und ist mit 71 Ps sicher auch nicht komplett untermotorisiert. Und es gibt sie nun auch im für die Offroadmodelle von Suzuki klassischen Gelb. Schön.
Ich bin sehr angetan von solcher Ausgewogenheit.

Wie ich bei BMW ankomme, kann ich es schon von weitem sehen. 
Frau soll sich hier besonders für die neuen "Heritage" Modelle, die R - nine - T Pure, das ist, wie der Name es vermuten lässt, eine etwas abgepeckte Version der Ninette und die R - nine - T Racer, einem klassisch verkleideten Bike, interessieren. Eine gute Wahl. Ich nicke wohlwollend. Geschmack haben die da in Bayern und sie wissen, was Frauen wollen. 
Klassischer Racingstyle. Das macht sie nicht zum ersten Mal.

Noch mal solo

Und mit Mann drauf. Den Unterschied sieht man gleich.
Zwar schauen am Stand sich ein paar Mädels die neue kleine G310R an, aber ich bin mir sicher, das ist nur die reine Höflichkeit.
Ich unterhalte mich eine Weile sehr angenehm mit einem Mann aus der Entwicklungsabteilung, der unter anderem an einem Nachfolger für die F800GS arbeitet, dazu aber verständlicherweise zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen kann. 

Bei IXS ist auch etwas für Frauen dabei. Nicht nur als Beiwerk.


Bei Yamaha ist der Fall ziemlich klar, die SCR 950 soll in erster Linie schnelle Söhne ansprechen. 
Dabei könnte ich mir durchaus diese Maschine auch für Frauen vorstellen. Allerdings stört der Luftfilter etwas beim Knieschluss.
Sonst bei Yamaha, viel in den modischen Farben Grau.
Bei Schuberth hängt der Himmel voller Helme. Das coole Orange gibts aber anscheinend nicht zu kaufen. Dafür aber bald einen neuen C4. Das ist kein Sprengstoff, sondern der C3 Nachfolger.
Petra Stadler zeigt mir an ihrem Stand Jacken mit einer Kombination aus Textil und Leder, den Sport Evo.

Das Pfiffige dabei ist, sie bestehen aus zwei Jacken. Einer Laminatjacke für drüber und einer Sommerjacke, mit Lederbesätzen an Schultern und Ellenbogen für drunter. Leider gibt es das bislang nur für Männer.

Bei Harley gibt es keine besonderen Empfehlungen.

Das neue Gesicht der 1290 Adventure.
Rrrr!

Triumph ist ein Name, den Frau ohnehin kennt, hier geht die Empfehlung für die motorradfahrende Frau ganz klar wieder in Richtung Classic. 
Besonders sollen wir uns für die Streetcup und die neue Bonneville T100, beide mit dem "kleinen" 900er Motor interessieren. 
Das finde ich auch und unterhalte mich noch kurz mit Uli Bonsels, der für die Eicma noch ein paar Neuheiten in Aussicht stellt. 

Bei Honda hält man sich mit dezidierten Empfehlungen für Frauen zurück, hier stehe ich wieder vor der bildschönen CB1100. Die nimmt in diesem Jahr einige Fläche ein und ist mit zwei unterschiedlichen Varianten gut repräsentiert.





Zum Schluss nehme ich mir noch die Custombike - Halle vor und schaue, was es dort so alles zu finden gibt, allerdings bin ich langsam am Ende meiner Aufnahmefähigkeit angelangt. Ich laufe durch die Gänge und sehe nicht mehr allzuviel. Zudem rückt langsam die Abfahrtzeit meines Zuges näher, so daß ich mich also in Richtung Ausgang in Bewegung setze. Außerdem tun die Füße weh und der Beutel mit dem ganzen Papier drückt auf der Schulter.

Das verstößt gegen eine Motorrad - Grundregel. Ein Motorrad hat zwei Räder.


Messen sind immer so eine Sache. Man rennt sich die Hacken rund und am Ende weiß man kaum noch, wo man überall gewesen ist. Man schleppt eine Menge Papier mit nach Hause und vielleicht ein paar Goodies. Man hat die Neuheiten der Saison gesehen, oder zumindest einen Teil davon und man hat Gespräche geführt. Diese Gespräche sind das eigentlich wichtige bei den Messen. Die kann man durch Internetsuche nicht ersetzen. Bekannte Gesichter habe ich allerdings heute nicht allzuviele getroffen, Frauke und auch der Griesgram sind heute wohl auch da gewesen, aber wir sind uns nirgends über den Weg gelaufen. Ob ich aber in zwei Jahren wiederkommen werde, das weiß ich noch nicht. Nichts desto trotz hat sich der Ausflug voll gelohnt, auch wenn Gesa heute im Stall bleiben musste. Dafür habe ich jetzt das gute Gewissen, daß wir Frauen im Bewusstsein der Motorradwelt angekommen sind. 
Hoffe ich doch.