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Donnerstag, 16. Januar 2020

Kleiner Rettungskasten

Man merkt es gleich, hier sind die Dinge immer noch nicht recht up to date. 
Es ist mittlerweile schon wieder etwas her, da hatte Louis ein Jubiläumsjahr. Aus diesem Grunde gab es einige Produkte im Sortiment, die es sonst nicht gibt. Auch nicht bei anderen. Also Sonderauflagen. So auch das folgende Gimmik.
Um etwas Werkzeug dabei zu haben, das den Umfang des normalen Bordwerkzeuges übertrifft, aber gleichzeitig nicht den Umfang des Gepäcks, das man eh schon immer mit sich herumschleppt, heraufsetzt, habe ich mir ein Werkzeug gekauft, das diesen Anforderungen gerecht wird. Der Wuppertaler Werkzeughersteller Wera hat extra zum 80. Louis Jubiläum ein Set mit der Zyklop Mini Ratsche herausgebracht. Dieses Set entspricht im wesentlichen dem Set Tool Check 1 SB, unterscheidet sich aber durch eine andere Farbgebung und eine etwas andere Sortierung.
Alles klein, übersichtlich und auf engstem Raum.
Wenn man sich dieses winzige Dingelchen von Ratsche ansieht, dann glaubt man zunächst nicht, daß man davon irgendetwas erwarten kann. Dem ist nicht so.
Das Ding ist von Wera und entspricht der gewohnten Qualität. Das bedeutet, es ist komplett aus Metall, es läuft sauber, hat einen rechts/ links Lauf und man kann damit wirklich arbeiten. Man denkt, daß es natürlich Einschränkungen gibt, die bei "groß ist des Meisters Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft" anfangen  und bei dem größten sinnvollen Bit oder der größten sinnvollen Nuss aufhören.
Zyklop Mini und Rapidator - Bithalter, Verlängerung und Führungswerkzeug.

Allerdings kann die kleine Ratsche mehr, als man ihr zutrauen würde. Über Adapter wird sie richtig groß und sie ist so stabil, daß sie, wenn man ein Verlängerungsrohr als Hebel nutzt, 100Nm aushält. Das ist nicht ohne. Dafür hat man ein Werkzeug, das auch in kleinen engen Winkeln eingesetzt werden kann. Und das zudem auch noch recht klein und handlich ist und im Zweifel in der Jackentasche Platz finden kann.
Ich habe das Set an Gesa eingesetzt, als die Batterie letztes Jahr ausgetauscht werden musste und habe alle Arbeiten damit durchgeführt. Alles ist so konstruiert, daß es schnell und effizient eingesetzt werden kann. Von mir gibt es eine klare Empfehlung - sollte in keinem Haushalt fehlen.

Freitag, 8. November 2019

Schicke Schuh! Ausprobiert: Kochmann Boots Miami Rot

Kurz vor Weihnachten 2018 habe ich im Netz an einem Preisausschreiben teilgenommen. Und was soll ich sagen? Ich habe tatsächlich gewonnen! Ich habe noch nie etwas gewonnen. Nun aber.
Mein Gewinn sind ein paar Bikerschuhe. Schicke rote, mit weißen Schnürsenkeln und weißer Sohle. Sie sehen aus wie die beliebten Stoffturnschuhe aus den USA und passen zu Paula wie die Faust aufs Auge. Sie sind das Modell Miami "Rot" von Kochmann Boots.
Nach meinen Augen - OPs kann ich endlich wieder Motorradfahren und nachdem das Wetter besser geworden ist, mache ich mich auch bald ans Werk. Zusammen mit meiner neuen Jacke werde ich die neuen Schuhe ausprobieren. Natürlich auch mit dem neuen Motorrad.
Die Schuhe sitzen wie normale Turnschuhe, sie sind leicht, aber nicht zu leicht, die Sohle ist ein Stück weit biegeelastisch, aber auch das nur in Maßen. Da ich den Tag über Sicherheitsschuhe gewohnt bin, sind sie kein großer Unterschied.
Die weißen Schnürsenkel sind beinahe nur Zierrat, es liegen auch noch rote bei, jedoch kommt ihre große Stunde, wenn es um die Weiteneinstellung geht. Ansonsten ist der Einstieg bequem mit einem Reißverschluss an der Innenseite zu bewerkstelligen. Auf dem Motorrad sind sie superbequem. Sie sind etwas über Knöchelhoch und bestehen aus Veloursleder. Ich weiß, "richtige" Motorradstiefel gehen den halben Unterschenkel noch hoch, aber definitiv sind sie besser als reine Stoff - oder Sportsschuhe. An den Knöcheln sind sie extra gepolstert, viel mehr Schutz ist augenscheinlich nicht vorgesehen. Nichts desto trotz, sie sind angenehm zu tragen, man kann mit ihnen in die Stadt gehen, auch mehr als nur eine Hand voll Schritte und ich trage sie an manchen Tagen auf der Arbeit. Kurzum, der ideale Kompromiss.
Im Regen habe ich sie noch nicht ausprobiert, allerdings bei fast 40° im Schatten. Den Test haben sie klaglos ausgehalten und sich bewährt.
Das einzige, was mir negativ auffällt, der Schuh am Schaltfuß verschmutzt logischerweise leicht an seiner weißen Kappe. Und der Reißverschluss an der Innenseite ist dazu geeignet, das Motorrad zu verkratzen. Auch wenn da eigentlich die Hose drübergeht.
Dennoch, wenn ich mit Paula unterwegs bin, sind sie in der Regel dabei.

Donnerstag, 10. März 2016

Modenschau Teil 2 - Winter

Nach unserer kleinen Pause kommen wir nun zur Wintermode. Eva, würdest Du bitte mal...?

Ah, da ist sie ja! Nun trägt Eva eine Jacke von Stadler, nämlich ein Modell "Hi Vis". 
Die Jacke ist bei Stadler nicht mehr gelistet, ich habe sie im Herbst 2014 auch für einen günstigen Preis bei einem kleinen Händler in der Nähe erworben. Die Jacke verfügt über ein heraustrennbares Innenfutter, das rundherum mit Reißverschluß befestigt wird. 
Neben einer winzigen Außentasche hat sie an der Vorderseite zwei größere Taschen, in denen man viel von dem Zeugs, das man bei der Ausfahrt dabeihaben muss, verstauen kann. Diese Außentaschen sind wasserdicht, genau wie die kleine Innentasche der äußeren Jacke. Um an die zu gelangen muss man sich nicht komplett auspellen, es reicht, die oberen Knöpfe zu öffnen und den Reißverschluß ein Stück aufzuziehen. Durch die Knopfleiste ist sie so gut wie vollkommen winddicht und man hat das gute Gefühl, daß die Umwelt sich draußen abspielt. 
An den Ärmeln hat sie große Reißverschlüsse, die das Anziehen von Handschuhen erleichtern und auch mit Handschuhen bedienbar sind. Die Ärmel können mittels Knöpfen in ihrer Weite verstell werden. Dazu gibt es eine Art Gürtel an der Jacke, mit der man sie weiter oder enger stellen kann. An den Seiten hat sie pro Seite jeweils einen kurzen Reißverschluß, die den Komfort beim Sitzen heben können. Mit der Hose wird die Jacke mit einem Rundumreißverschluß verbunden. 
Da kommen wir zu einem Problem. Die Verkäuferin meinte, der ist Universal, der passt bei allen gängigen Hosen der gängigen  Hersteller. Und umgekehrt die von den Hosen auch bei den Jacken. Schon im Laden hatte ich das Gefühl, meine ehemalige Nachbarin würde mal wieder Recht behalten, als sie damals sagte: "Universal passt nie!" - Und siehe da, so war es auch. An meine BMW Hose passte die Jacke nicht. Und auch an sonst keine. Wie übrigens meine BMW Klamotten auch. Auch die gehen Reißverschlusstechnisch einen Sonderweg.
Also präsentiert Eva uns jetzt eine Hose, auch aus dem Hause Stadler, nämlich die "Hose Flex Pro". Sie besteht aus drei Lagen Laminat und besitzt, wie die Jacke, ein mit Reißverschlüssen befestigtes Innenfutter. An ihrer Vorderseite finden sich zwei wasserdichte Taschen. 
In ihrer Weite kann sie etwas verstellt werden und sie soll für die Verwendung von Hosenträgern vorbereitet sein. Am Achtersteven findet sich neben einer Materialdopplung auch noch ein Anti Rutsch Streifen. Damit klebt man praktisch am Sitz. Die Knie sind ebenfalls verstärkt, aber auch hier gilt, es ist kein Leder. 
Jacke und Hose kommen komplett ausgestattet mit Protektoren, in der Jacke an Schultern, Ellenbogen und Rücken, in der Hose an Knien und Hüften. Lediglich einen Steißbeinprotektor kann man bei Bedarf hier noch hinzufügen. Den gibts um kleines Geld und das war es mir wert.
Wie hat sich dieser Anzug bewährt? 
Ich bin ihn bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gefahren und auch darunter und bin zufrieden. Es ist klar, man muss entsprechende Unterwäsche dazu tragen, sonst wird man schneller zum Eisklotz als man Piep sagen kann, aber ansonsten gibt es nichts zu meckern. Die Farbe hat auch bisher sehr gut gehalten, aber gerade bei einer im Winter getragenen Jacke zeigt sich wieder, warum so viele Leute Schwarz fahren. Man sieht den Dreck nicht. Und von dem hat es im Winter eine Menge. 
Es gibt, bzw. gab zur Jacke einen anknöpfbaren Kragen. Den habe ich mir auch zugelegt, das war aber eine Fehlinvestition. Zum Einen passte er nicht hundertprozentig zur Jacke, es klaffte da noch ein Loch, durch das Wind pfeift und zum Anderen hat man dann wirklich ein so steifes Gefühl, daß die Linie leidet. Das macht langsam. Das will keiner.
Wenn im Winter wieder das übliche Trübe - Tassen - Wetter ist, aber sonst die Rahmenbedingungen stimmen um zu fahren, dann spielt das Leuchtgelb wirklich seine Trümpfe aus. Denn dann ist man wirklich zu sehen und kann sich reelle Hoffnungen machen auch tatsächlich gesehen zu werden. Denn zum Leuchtgelb der Jacke ist auch alles, was da als graue Streifen sichtbar ist, Reflexmaterial. 
Es gibt, bei aller Sichtbarkeit, einen Nachteil, den die leuchtgelbe Kleidung mit sich bringt, nämlich, daß man mitunter für einen Rollerfahrer gehalten wird. Man wird also langsamer eingeschätzt, als man tatsächlich ist. Davon, die eigenen Augen offen zu halten, wird man nicht entbunden. 

Kommen wir nun zum nächsten Teil:
Als Helm führt Eva uns hier einen Schuberth C3 vor. 
Über den braucht man eigentlich keine großen Worte zu verlieren. Ich habe ihn günstig im Ausverkauf geschossen, von daher war er erschwinglich. Er unterscheidet sich ein wenig vom BMW Systemhelm 6 EVO, die Klappmechanik ist ein einfaches Scharnier und die Art der Verriegelung ist etwas anders. Auch er wird komplett mit Pinlockscheibe geliefert und verfügt über eine eingebaute Sonnenblende. 
Das Blickfeld ist nicht ganz so groß wie beim BMW, dafür ist er tatsächlich etwas leiser. Diesen Umstand habe ich genutzt, um in ihn ein Kommunikationssystem einzubauen. Das wird komplett mit Akustikkragen geliefert und ist einfach einzubauen. Ich höre damit weder Musik, noch unterhalte ich mich mit anderen Bikern, ich brauche es nur zum telefonieren. Und da auch nur um erreichbar zu sein. Das beruhigt meine Nerven ungemein. Diesen Helm nutze ich unter der Woche, wenn ich hier in der Gegend unterwegs bin. Also nicht nur im Winter. 
Dieser "Original" C3 verfügt auch noch, im Gegensatz zu den "Limited Editions" bei den bekannten Ausrüstern, über Reflexzonen am Akustikkragen und vorne über dem Gesichtsausschnitt am Visier.

Was trage ich im Winter als Handschuhe? 
Da sind zum einen, wenn es noch nicht soo kalt ist, von Polo die "Firefox Sport Handschuhe wasserdicht 1.0". 
Die sind - zumindest meine - tatsächlich wasserdicht und halbwegs warm. Aber auch nur, bis etwa gegen sechs Grad. Darunter wird es eisig. Sie haben keine Wischlippe, sondern nur einen Veloursteil an den Fingern. Und sie sind von der Verarbeitung nicht der Oberburner, denn beim Verschluss habe ich schon nach kurzer Zeit etwas nähen müssen. Nach dieser zweiten Saison werde ich sie vermutlich aussondern. 
Zum anderen habe ich für die tieferen Temperaturen noch die Furygan "Land D30". 
Allerdings noch in der Nicht - EVO - Variante. Die haben ein wunderbar herrlich flauschiges Innenfutter, es ist, als wenn ein Plüschtier da drinnen auf einen warten würde. Mit denen komme ich bis an den Gefrierpunkt heran und auch darunter, aber auch das nur noch mit der Griffheizung. Sie haben eine Wischlippe am linken Zeigefinger, man ist also auch bei Regen damit gerüstet.
Bei den Handschuhen muss ich sagen, daß ich die beste Winterkombo noch nicht gefunden habe. An Unterziehhandschuhe habe ich mich bislang noch nicht herangetraut.
Bei Fahrten im Winter halte ich mit der hier vorgestellten Ausrüstung durchaus Touren von zwei bis drei Stunden aus. Allerdings ist hier je nach Außentemperatur ein Stop zum Nachfüllen der Kaffeespeicher unabdingbar.

Wenn ich das Wetter vor der Haustüre so betrachte, dann kann ich mir aber gut vorstellen, daß schon bald die Winterausrüstung im Schrank landen kann. Denn: Der Frühling steht vor der Tür!
Auf Kinder, nach Draußen!



                                                    

Donnerstag, 3. März 2016

Modenschau Teil 1 - Sommer

Zumindest bei Frauen wird das ja als die Frage aller Fragen angenommen: Was ziehe ich an?? 

Eine Frage, die mich natürlich auch bewegt, insbesondere auch wenn es ums Motorrad fahren geht. Als ich mich vor zwei Jahren auf den Weg zum Führerschein für Motorräder gemacht habe, da stand für mich auch die Frage nach der entsprechenden Kleidung im Raume. Auf eine lange Soziakarriere konnte ich nicht zurückblicken, nicht mal auf eine kurze, und ich hatte auch keine Motorrad fahrenden Freunde. Kein Erfahrungsschatz. Trickkiste auf: leer. Was also tun? Nun, zunächst einmal zu den einschlägig Verdächtigen. Nachdem ich mir dort einen Überblick verschafft hatte, kam die Frage, was für Kleidung möchte ich? Sie sollte günstig sein, mir passen, vielleicht auch noch gefallen und sie sollte sicher sein. Was mir imponierte, das waren die leuchtgelben Sachen. Damit wird man sicher toll gesehen überall, und die Dosentreiber können sich nicht so schnelle rausreden. Wennschon selbstmörderischer Sport, dann wenigstens sicher. Bei meiner Suche nach Klamotten und Motorrad lief mir recht bald das Startangebot von BMW über den Weg. 1.000 Euro auf Motorradkleidung! Hey! "Billig" vielleicht nicht, aber wenigstens günstiger. Und die warben mit einer leuchtgelben Jacke. Wenige Tage später stand ich bei der Niederlassung in Dreieich auf der Matte. 
Was habe ich als Erstausstattung gekauft? Und taugt das was? Wie sieht es jetzt nach zwei Saisonen aus?

Eva, bitte Dein Auftritt!
Eva trägt eine "Jacke Air Shell". Leuchtgelb und für den Sommer besonders tauglich, weil sie über großzügige luftdurchlässige Netzflächen verfügt. 
An der Vorderseite hat sie zwei mit Reißverschlüssen verschließbare Taschen, die allerdings nicht wasserdicht sind. Dafür hat sie innen eine wasserdichte Tasche und im herausnehmbaren Futter noch eine weitere. 
Das Futter ist wind- und wasserdicht und wärmt durchaus etwas. Zumindest, solange man sich nicht unterhalb von, sagen wir mal, zwölf Grad Außentemperatur aufhält. Bis zu der Temperatur und noch etwas daraunter habe ich sie in der ersten Saison ausprobiert, wenn ich Freitags am Feldberg im Taunus war. Darunter wird es wirklich rasch frisch. Über eine seitliche Knöpfung kann man sie ihn der Weiter etwas regulieren. Die Jacke wird mit einem Rundum - Reißverschluss an der Hose befestigt. 
Im Sommer ist das Ding echt Bombe, man kann mit ihr, nur mit Top drunter, wunderbar fahren und man hat fast das Gefühl, nichts anzuhaben. 
Am Protektoren bringt sie einen großen Rückenprotektor mit, sowie Protektoren an Schulter und Ellenbogen.
Einen Nachteil hat sie allerdings, die Farbe bleicht rasch aus. Schon nach einer Saison sah das Ganze nicht mehr so richtig nach Neongelb aus. 
Ich trage sie in einer Herrengröße, weil bei den Damengrößen mir durchweg die Ärmel viel zu kurz waren. Bei den großen Damengrößen wuchs mit der Größe lediglich der Umfang. Ich hätte also locker einen Rucksack mit unter die Jacke nehmen können. Aber, das ist ja ein übliches Problem... 

Als Hose trägt Eva eine "Hose Tour Shell". Sie gehört eigentlich zu einem gleichnamigen Anzug, zu dem gab es aber 2014 keine Jacke, die mir gefallen hätte. Mittlerweile gibt es eine orangene Jacke, an der ich durchaus Freude haben könnte. 
Die Hose hat zwei, mit Reißverschlüssen geschützte, wasserdichte Taschen und kann durch Klettriegel in der Weite verstellt werden. Zudem bietet sie an den Beinen einen Reflexdruck. An den Beinen ist sie unten mit Reißverschlüssen versehen, damit man sie leichter über die Stiefel ziehen kann. Sie soll aus Drei- Lagen- Laminat bestehen und wasserdicht sein. 
Auf meiner Sauerlandreise hatte ich allerdings auf dem Rückweg Wassereinbruch am Achtersteven. Wo das Wasser nun durchgekommen ist, das lässt sich schwer feststellen. Es gibt noch die Möglichkeit, daß es die Beine hochgekrochen ist. 
Praktisch an ihr ist, daß sie praktisch nicht schmutzig wird, Staub und Dreck prallt einfach ab. 
Sie hat kein Innenfutter, sondern lediglich einen nicht herausnehmbaren Netzeinsatz. Das beschränkt sie etwas in ihrer Tauglichkeit für kalte Tage. 
Bei der Hose hat mir allerdings wieder eine Damengröße wunderbar gepasst. Sie ist bequem und bringt an Hüften und Knien großflächige Protektoren mit. 

Der Helm, den Eva uns nun vorführt, ist der "Systemhelm 6 Evo". Was macht den Kopfschutz zum Systemhelm? Nun, er kann mit einem Kommunikationssystem ausgestattet werden. 
Das Visier wird mit Pinlockscheibe geliefert und es rastet auf verschiedenen Stufen. Um in der unteren Position zu bleiben, braucht es keinen extra Riegel.
Wirklich beeindruckend ist das echt große Sichtfeld
Es ist ein Klapphelm, der vordere Teil kann nach Betätigung einer zentralen Taste nach oben geklappt werden. Dabei ist er nicht einfach nur mit einem simplen Scharnier angelenkt, sondern über eine komplexe Mechanik mit vier Gelenken. Dadurch sitzt der Vorderteil, nach oben geklappt, dichter an der Helmschale. Das kann ganz nett sein, wenn man mit offenem Helm - also ganz offenem Helm fahren möchte. Ansonsten ist es eher als Spielerei anzusehen.
Innen hat er ein sehr angenehmes Polster und der Verschluss drückt auch nicht auf den Kehlkopf. Komplettiert wird er mit einer integrierten Sonnenblende.
Typisch. Mein ganzer Pröl im Zimmer spiegelt sich im Sonnenvisier...
Warum habe ich mir einen Klapphelm ausgesucht? Musste ich mich nun nach einer gelben Jacke, mit einem Klappinger auf dem Schädel endgültig zum Löffel machen und der Lächerlichkeit Preis geben? Hätte nicht schon eines alleine gereicht? Oder war´s der Gedanke, daß wenn der Ruf schon ruiniert ist, es sich eh besser lebt? Ich habe irgendwie ein Problem mit den normalen Integralhelmen. Ich komme da fast nicht rein, bzw raus. Erst im letzten Sommer hatte bei der Tante Louise einen Adventurehelm aufprobiert - ein Desaster erster Kajüte. Ich hatte am Ende Angst, der Verkäufer würde gleich die Trennscheibe holen um ihn aufzuflexen, denn ich bekam ihn nicht wieder vom Kopf.

Als Stiefel hatte ich mir die "Stiefel Allround" ausgesucht. Die sind nicht zu klobig, nicht zu schwer und haben an ihrer Rückseite eine Reflexfläche. 
In der ersten Zeit haben sie mir auch gut gepasst, ich konnte damit laufen, fahren, alles. Nur, ich merkte auch schon in der Fahrschule immer wieder, daß sich mein rechter Fuß nicht mit ihm vertrug. Das ist ein Problem, das ich schon kenne, das hält mich von manchem Stiefel und Schuh fern, aber hier schien es noch beherrschbar. Aber als ich Gesa vom Händler abholte, bin ich unvorsichtigerweise von einem zum anderen Bus gerannt. Das hätte ich nicht tun dürfen. Danach war es mit den Stiefeln aus. Der Fuß hat nach kurzer Zeit so sehr gebrannt, daß ich nicht mehr fahren konnte. Denn ein Bremspedal konnte ich nicht mehr spüren vor Schmerz und wirklich entspannt fahren - ging nicht. So habe ich sie nach kurzer Zeit ausgesondert und durch andere ersetzt.
Die neuen waren auch wieder aus dem BMW Programm, allerdings ein Auslaufmodell. Das will nichts heißen, solange sie dicht gegen Wasser von außen sind. Es sind die "Stiefel Santiago". 
Neulich erst sauber gemacht und gut eingefettet. Nach einem Einsatz schon wieder dreckig...
Die sind nahezu perfekt für mich, ich kann damit gut fahren und gut laufen. So gut sogar, daß ich eine der beiden Stahlspitzen bereits durchgelaufen habe. (deshalb fehlt sie auf dem Bild. Ich bin aber gestern beim Händler gewesen und habe die Ersatzspitzen abgeholt.) Sie sind bequem, ich habe vorne ausreichend Platz, um keine Probleme zu bekommen und sie haben einen recht hohen Schaft. Wirkliche Cross- Stiefel sind sie freilich nicht. Sie sehen martialischer aus, als sie sind. Dafür sind sie tatsächlich wasserdicht.

Als Handschuhe der Erstausstattung habe ich mir die "Handschuhe Pro Summer" zugelegt. Wie der Name sagt, sind sie in erster Linie für den Sommer gedacht. Solange es nicht zu warm wird, stimmt das auch und man kann sie auch gut in der Übergangszeit noch tragen. Nur wenn das Thermometer unter zehn Grad fällt, dann ist Zeit für andere Handschuhe. 
Sie bestehen aus einem Leder- Textilmix, verfügen über eine Wischlippe am linken Zeigefinger und über Reflexflächen. An den Knöcheln sind sie mit einem Schaumstoff verstärkt. Sie sind auch halbwegs wasserdicht, allerdings sollte man sich keine Wunder erwarten. Ich trage sie ganz gerne, sie färben auch nicht großartig ab und sie sind recht leicht. 
Unnötig zu erwähnen, daß ich auch hierbei nicht die Damenausführung nehmen konnte, denn die geht nur bis Größe 8.
Als Handschuhe für die richtig warmen Tage habe ich mir nach kurzer Zeit die "Handschuhe Rallye" zugelegt. Die merkt man kaum an den Händen, wenn man sie trägt. Da geht der Fahrtwind herrlich leicht durch und es ist eine Freude, damit zu fahren. Wo der Fahrtwind herrlich leicht durchgeht, geht natürlich auch der Regen herrlich leicht durch. Damit muss man leben. 

Wie hat sich diese Erstausrüstung bewährt, die ich ohne irgendeine Ahnung zu haben, gekauft habe? Die Jacke ist wirklich klasse, wenn man im Sommer unterwegs ist. Das Futter ist im Handumdrehen herausgenommen, bzw. wieder hineingesetzt. Es wird mit Druckknöpfen und Laschen an der Jacke befestigt. In der Fahrschule war die Jacke der Hingucker und ich "durfte" als leuchtendes, positives Beispiel herhalten. Vermutlich wird Gerfried, mein Fahrlehrer, immer noch mich mit meiner Jacke als Vorbild nennen. 
Vom Schnitt und von der Machart her habe ich den Eindruck, die Jacke ist eher für Leute mit Roller gedacht, oder zumindest für solche, die hauptsächlich sich in der Stadt bewegen. Sie hat keine besonders großen Taschen, selbst ein Portemonnaie unterzubringen wird etwas pfriemelig. Wenn man mit ihr fährt, dann braucht man immer noch eine Unterbringungsmöglichkeit für den ganzen Kleinkram, den man halt dabeihaben muss. 
Die Hose ist sehr bequem und macht einen guten Eindruck. Auch wenn ich hier ebenfalls im Geiste Rollerfahrer am Werke sehe. Der Name mit "Tour" deutet allerdings auf eine anders gedachte Verwendung hin. Sie wird etwas durch ihr fehlendes Futter in ihrer Universalität gebremst. Gäbe es das noch dazu, die passende Jacke zum kompletten Anzug wäre mir fast sicher.
Mit dem Helm habe ich mich gut angefreundet, er lässt Luft herein, wenn er soll und er verschließt auch gut, wenn man nicht so viel (kalte) Frischluft haben möchte. Als etwas nachteilig sehe ich es allerdings, daß das Kinn recht dicht am Vorderteil sitzt und ich manchmal den Vorderteil mit dem Kinn berühren kann. Er ist recht leise, wenngleich lauter als ein Schuberth. Ohrenstöpsel sind ein Muss.
Vom Coolnessfaktor her betrachtet zieht meine ganze Erstausstattung keinen toten Hering vom Teller. Und den Sicherheitsfaktor? Den möchte ich lieber nicht erproben müssen. Es sind zwar gute Protektoren mitgeliefert und es gibt Sicherheitsnähte und besonders abriebfeste Fasern, aber letztlich bleibt es ein Textilanzug.

Freitag, 26. Februar 2016

Die Saison ruft! - Was mitnehmen?

Jetzt ist die ideale Zeit, sich schon mal um das Reisegepäck für die nächste Reise zu kümmern. Habe ich alles dafür da? Zelt, Schlafsack, Luftmatratze, Kocher, Geschirr, Taschen? Was brauche ich? Wo lass ich das alles?
Dafür hat ja jeder und jede die eigenen Lösungen, der eine braucht dies unbedingt im Gepäck, die andere kann auf das und jenes super verzichten. 
Wie habe ich es denn im letzten Jahr gemacht? Aus was setzt sich mein Reisegepäck zusammen? Wollen wir doch mal schauen.
Zunächst ist da mal die rote Rolle. Das ist eine 49 l Ortliebrolle. Wieso rot? Ich habe eine gelbe Jacke, da hätte eine gelbe nicht gepasst, blau auch nicht und schwarz, grau oder weiß wollte ich nicht. Also blieb so ziemlich nur noch rot übrig. Außerdem erhoffe ich mir von der roten Rolle eine gewisse positve optische Wirkung auf die Leute, die hinter mir fahren. Dann, auf der Rolle das Zelt, das Groundsheet und die Regenkombi. Und hinten dran noch das kleine Stativ und an der rechten Seite der Becher.
Vorne am Motorrad der Tankrucksack.
In der Ortliebrolle befindet sich der Schlafsack, daneben, zur Seitenwand hin, die Küche. Im Schlafsack habe ich in einer Plastiktüte die Gaskartusche gelagert. Vor dem Schlafsack die Therm-a-Rest Matte, da drauf die Schuhe, dann daneben die beiden kleinen Ortliebbeutel mit den Klamotten drin, und dann, zwischen Schlafsack und den Ortliebbeuteln, die Waschsachen, Medikamente, Ladegeräte und so weiter. Ganz unten, unter allem anderen, der kleine schwarze Rucksack und ganz oben drauf, als krönender Abschluss, das iPad und die Jeansjacke. Die ganzen Hohlräume habe ich mit Taschentücherpäckchen und mit Filmdosen aufgefüllt.
Im Tankrucksack finden sich die Wasserflasche, die Kamera mit Zubehör (Reservefilm, Optiktuch, Gelbfilter), ein Multitool, die Taschenlampen mit Zubehör, die Landkarten, die Brillen (Lesebrille und normale Brille als Ersatz),  Sonnencreme und Kettenspray, sowie mein kleines Buch, in das ich die Erlebnisse schreibe. 
Geld, Fahrzeugschein und Plastikkarten wie Führerschein, Ausweis, EC - Karte, Kreditkarte, ADAC - Ausweis, Krankenkassenkärtchen, habe ich in einer Gürteltasche dabei.


Im letzten März bin ich zu einem Campingausstatter in der Nähe gefahren und habe mir Zelte zeigen lassen. Der nette Verkäufer hat dann zwei Zelte, die er anhand meiner Schilderungen für brauchbar hielt, herausgeholt und mit mir zusammen aufgebaut. Denn was sollte ich mit einem Zelt, das ich gar nicht alleine aufbauen könnte? Wir haben je ein Kuppelzelt und ein Tunnelzelt ausgesucht und aufgebaut. Entschieden habe ich mich letztlich gegen das Tunnelzelt, weil ich darin Beklemmung bekommen habe. 
Ich habe mir ein "Vaude Campo Grande 3- 4 P" zugelegt. Da passe ich von der Körpergröße gut rein, es ist innen geräumig, ohne vom Packmaß her zu sehr aufzutragen und ich kann zumindest gebückt darin stehen. Das ist wichtig, um die Motorradhose an, oder ausgezogen zu bekommen.
Ich habe das Zelt an einem Wochenende dann zu Hause in der Wohnstube - alles beiseite geräumt - zur Probe aufgebaut und habe zwei Nächte darin genächtigt. 
Das muss jetzt nicht jeder in seiner Stube nachmachen. Für mich war aber wichtig, daß ich darin auch wirklich schlafen kann. Und nicht irgendwann die Panik bekomme. Aber das ging gut und so konnte ich dann das Experiment "Reise" wagen.
Als Luftmatratze habe ich eine Therm-a-Rest Matte Prolite + . Ich habe im Geschäft mehrere ausprobieren dürfen, auf verschiedenen Untergründen, im Laden ist eine Art "Teststrecke" aufgebaut, mit Steinen und dergleichen. Die Matte, die ich gewählt habe, bot den besten Liegekomfort bei kleinstem Packmaß. Und sie war auch für meine Körpergröße vorrätig. Als Schlafsack habe ich einen Salewa Spirit 3D Flex -9 XL gewählt. 
Im Zelt. Hinter mir steht die rote Rolle, neben meiner Jacke ist das Zelt schon zu Ende. Die drei bis vier Personen, die versprochen werden, kann man, so man an Gepäck hat, locker übereinanderstapeln.
Der hat eine Kunstfaser - Füllung und einen Komfortbereich bis - 4 Grad. Bei Frauen wohlgemerkt. Weil, wir Mädels frieren bekanntlich eher als die Jungs. Die halten es locker bis - 9 aus. Dann sind wir aber schon lange zu Eis erstarrt. 
Shauna beim Probesitzen für die Probenacht beim Zimmercamping. Sie ist zufrieden.

Die Küche besteht in erster Linie aus einer hartanodisierten Trangia Alupfanne. Die schmeckt tatsächlich nicht nach Aluminium. 
Dann natürlich einem "Eiskaltes Händchen", einem kleinen Melaminteller, einem halbierten Schwamm und einem Gaskocher. Das ist ein Edelrid Opilio
Er passt für die Kartuschen mit Schraubverschluss. Sein Vorteil ist das kleine Packmaß und sein tiefer Stand. Man hat da nicht die Pfanne oben auf einem Kocher, oben auf einer Kartusche, sondern die Kartusche steht separat und versorgt über einen mit Metalgewebe überzogenen Schlauch den Brenner mit Brennstoff. Am Brenner gibt es eine Vorwärmeinrichtung, damit kann man auch bei größerer Kälte und in größeren Höhen kochen. Nicht, daß ich nach großer Kälte und großer Höhe suche, aber als Nebeneffekt verbraucht er auch wenig Brennstoff.
Der Rest der Küche befindet sich in einer Brotdose. Da sind die beiden kleinen Fläschchen mit Fit zum Abspülen und mit Oel zum Braten. Ich hatte eine Oelmischung von Rama dabei, die hat sich aber nicht so richtig bewährt, da ich jeweils relativ viel davon gebraucht habe und somit mein Vorrat recht schnell zur Neige ging. Beim nächsten Mal wird normales Oel mitreisen. 
Dann habe ich in kleinen Papiertütchen Pfeffer und Salz. Als Besteck eine Kuchengabel und einen Teelöffel. Den Löffel habe ich noch von der "Stadt - Land - Fluss" Reise. Den habe ich in Sarreguemines gekauft. Und dann ist da noch ein Feuerzeug. 
Als Messer nutze ich das Messer, das ich immer am Gürtel habe, das ist ein Walther Rescue - Messer, mit Gurttrenner und Spitze zum Scheibe einschlagen.
Vor dem Ersteinsatz
In Aktion

Das Waschzeug besteht aus einer kleinen Tasche mit allem, was man so braucht, nur halt im Miniformat. Die gängigen Drogerien verkaufen auch - meist im Kassenbereich - kleine Packungsgrößen. Die sind für die Reise ideal. Da kann man sogar von guten Verbrauchern zwei Stück mitnehmen, ohne daß man in Probleme geräte. 
Als Handtuch habe ich eines dieser Campinghandtücher dabei. Das lässt sich sehr klein zusammenrollen und ist im Handumdrehen auch wieder trocken. Es ist kein Riese, bietet aber genug Platz, um sich abzutrocknen. Der Am- Strand- liege- Faktor ist dagegen eher gering.
Aus dem gleichen Material habe ich noch einen Waschlappen mit, der wird als Tuch für alle Fälle genutzt. Wenn etwas mal abgewischt werden muss im Zelt, oder ich habe es genutzt um nachdem  Regen in Potsdam das Zelt wieder zu trocknen. 
Statt einer normalen Bürste hatte ich einen Tangle Teezer dabei, der ist recht kompakt und piekst nicht mit seinem Stiel im Gepäck rum. 
Als zusätzliches Gepäck benötige ich noch die Gerätschaften für die Kontaktlinsen. Ich habe mich aber auf den kleinen Behälter und eine Probenflasche mit Reinigungs/ Aufbewahrungsflüssigkeit beschränkt.
Was habe ich an Klamotten dabei gehabt? Neben den Motorradsachen, die ich beim Fahren angehabt habe, hatte ich noch, für alle Fälle, die Winterunterwäsche mitgenommen. Wenn es also wirklich kühl geworden wäre, hätte ich mir keine Sorgen machen müssen. Als Nebeneffekt habe ich die Hose Nachts auch als Schlafanzughose genutzt, sowie als Legging, um auf dem Campingplatz zum Waschhaus zu gelangen. 
Ein Nachthemd hatte ich dabei, eines von diesen, die wie ein viel zu groß geratenes T- Shirt aussehen. Dann gab es da noch eine Jeans, ein Top und ein T- Shirt, sowie entsprechend Unterwäsche, inklusive dessen, was Frauen zusätzlich unter der Überschrift in Gebrauch haben. Als Schuhe, um mich in der Stadt, oder an  meinem freien Sonntag, bewegen zu können, hatte ich ein paar Ballerinas dabei. Die sind leicht und nehmen nicht viel Platz weg. Und, um noch eine Jacke mit dabei zu haben, hatte ich eine Jeansjacke eingepackt. Mehr hatte ich nicht dabei. Das hat aber sehr gut ausgereicht und es hat an nichts gefehlt. Ich habe auch alles, was ich an Klamotten mitgenommen habe, während der Reise irgendwann genutzt. 
Diese Sachen habe ich in zwei Ortlieb Kompressionspacksäcke à 12 L verpackt.
Aus ihnen kann man die Luft herauspressen und sie mit einem Ventil verschliessen. Dann sind sie herrlich klein.
Lediglich die Jacke und die Schuhe haben einen anderen Platz gefunden. Ich habe die Nacht und Unterwäsche in einen dieser Säcke und die "Ausgehkleidung" in den anderen gepackt. Die beiden Säcke habe ich, nachdem ich sorgfältig die Luft herausgelassen hatte, zusammengebunden und hatte somit ein schön kompaktes Gepäckstück. 
Die rote Rolle ist, wenn sie bepackt ist, einigermaßen ausgewogen, sie ist nicht auf einer Seite signifikant schwerer als auf der anderen und wird mit Rock - Straps auf Gesa verstaut. Dazu benötige ich zwei Bänder. Zwei weitere halten dann das Zelt und die restlichen Teile. Ordentlich verzurrt, ergibt das eine bombenfeste Einheit, bei der nichts wackelt, oder sich losruckelt während der Fahrt. 
Für die fünfzehn Tage dauerende Reise war das Gepäck vollkommen ausreichend, es hat nichts gefehlt und ich habe nichts einfach nur so in der Gegend herumgefahren. Lediglich der Adapter, mit dem ich während der Fahrt an Gesas Bordsteckdose das Händi laden wollte, hat auf ganzer Linie versagt. Der Stecker bei Gesa ist keine Zigarettenanzünderbuchse, sondern eine DIN - Buchse. Die ist kleiner. Man kann an dem Ladeadapter zwar das vordere Stück abnehmen, dann passt es, aber durch seine Länge sitzt es nie wirklich gut in der Dose und es gibt dauernden Wackelkontakt. Zwei Mal habe ich den Adapter sogar beinahe verloren. In der Zwischenzeit habe ich den Adapter durch ein anderes Kabel ersetzt, das einen Winkelstecker hat. Dadurch sitzt es stabiler und wackelt sich nicht während der Fahrt aus der Steckdose.

Auf Werkzeug für Gesa habe ich verzichtet. Denn, an einem solch modernen Motorrad ist im Ernstfall eh nicht viel auszurichten. Und schon gar nicht von mir. Deshalb habe ich lediglich ein Multitool dabeigehabt, als Werkzeug für alle Fälle. Flaschen öffnen zum Beispiel. 
Ich habe mein Gepäck nicht gewogen, aber ich habe es jeweils in einem Schwung tragen können, wenn ich zum Bespiel im Hotel genächtigt habe.